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Bärenstark und unverzichtbar!

Mounty 4000: Was auf den ersten Blick etwas seltsam klingt, erleichtert dem Forst seit vielen Jahren die Arbeit im Gebirgswald und sorgt für mehr Sicherheit in der Forstarbeit. Gleichzeitig erhöht die Vermietung der Anlage an andere Forstunternehmen die Rentabilität dieses technischen Wunderwerks. Wir machen einen Sitztest auf diesem Spielzeugtraum für grosse Jungs!

 

Die Maschine brummt auf, zittert etwas, kommt in Fahrt. Ein paar Sekunden später rauschen drei ganze Baumstämme ins Blickfeld. Die gewaltige Kraft der Maschine hat sie soeben 550 Meter am Seil hängend bergauf befördert. Wie aus der Zeit gerissen liegen die Baumriesen da. Doch Zeit bleibt ihnen keine.

 

Bäume verarbeiten im Eilzugtempo

Mit geübtem Auge lenkt Maschinist Dominik Zeiter den Greifarm des Krans zu einem der Stämme, packt ihn, hebt ihn wie einen Zahnstocher hoch. Dabei wiegt so ein Baum mehrere Tonnen. Zwei gewaltige Zahnräder pressen den Stamm durch den Greifarm. Die Äste fliegen nur so davon! Dann frisst sich die Kreissäge durch das Holz. Kaum liegt der entastete und abgelängte Baumstamm transportfertig am Boden, fliegen erneut die Äste, die Kreissäge kreischt auf. So geht das stundenlang!

 

Einzige Maschine im Oberwallis

Dominik Zeiter grinst. „Die Kraft der Maschine ist enorm. Vor allem aber spart sie sehr viel Zeit und damit bares Geld.“ Früher sei man zu viert an einem solchen Vorgang beteiligt gewesen, erzählt der Forstarbeiter, der mit dem Mounty des Forst Aletsch bis zu fünf Monate im Jahr im ganzen Oberwallis unterwegs ist. „Jetzt braucht es noch zwei Leute an der Maschine.“ Eine Maschine, die es im Oberwallis nur einmal gibt. „Von Leuk bis zuoberst im Goms sind wir mit dem Mounty im Auftrag verschiedener Forstbetriebe unterwegs“, erklärt Zeiter, dreht sich um und packt erneut einen Baumstamm mit dem fast zehn Meter langen Greifarm.

 

Ein Bubentraum…

Viel Zeit bleibt ihm nicht. Denn während er die Baumstämme rüstet, ist sein Kollege dabei, mit dem Seilkran neue Baumstämme aus dem Wald auf die vor ihnen liegende Forststrasse zu schleppen. Baum um Baum, Tage zuvor mit der Motorsäge gefällt, wird so aus dem sehr steilen Gebirgswald geschafft und zum Abtransport bereit gemacht.

Mächtiger Lastwagen, bärenstarker Seilkran, muskelbepackter Greifarm: Die Maschine, auf einem Lastwagen montiert, verbindet Seilkrananlage zum Abstransport der Baumstämme aus unwegsamem Gelände mit einem sehr leistungsfähigen Kran zum Entasten, Sägen und Verladen der fertigen Baumstämme. Und Sie ist ein purer Bubentraum. Dominik Zeiter lacht laut: „Das hat schon was! Die Arbeit mit dieser Maschine ist ein Traumjob!“ Um dann aber gleich anzufügen, „dass es ohne Arbeiter, die hart anpacken können, auch nicht geht. Die Arbeit des Mounty wird von den Forstunternehmen pro Kubikmeter verarbeitetem Holz bezahlt. Da geht es um präzise, zuverlässige Arbeit ohne Zeitverlust.“ Waldromantik mit Handsäge und Axt war einmal!

 

Sicherheit steigern, Kosten senken

Neben knallharten Vorteilen in Sachen Schnelligkeit, wenig Personalbedarf und minimalem Treibstoffverbrauch ist ein entscheidender Vorteil die Sicherheit, wie Zeiter erklärt. „Je mehr Arbeiter beteiligt sind, desto grösser ist die Gefahr bei der Waldarbeit. Vor allem aber übernimmt die Maschine das im steilen Gelände gefährliche Entasten der Bäume. Damit kann die Unfallgefahr bei der Waldarbeit ganz entscheidend gesenkt werden.“

Sagt’s und macht sich wieder daran, die mächtigen aber in die Jahre gekommenen Waldriesen mit der gewaltigen Maschine ihrer nächsten Verwendung einen Schritt näher zu bringen.