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Baum fällen: Der Forst weiss immer Rat!

Einen Baum fällen im eigenen Garten? Da gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens ein unnötiges Risiko eingehen oder zweitens direkt die Profis vom Forst anfordern. Zudem: Im Privatwald braucht es eine Holzschlag-Bewilligung des Revierförsters zum Fällen von Bäumen.

 

 Baum fällen durch einen Waldarbeiter mit Kettensäge und Schutzbekleidung

Glücklich, wer Bäume oder gar einen ganzen Wald sein Eigen nennen darf. Doch einen Baum fällen birgt für den Laien viele Gefahren.

 

Baum fällen: Der Forst erledigt das!

Wem ein grosser Baum im Garten im Weg steht, sollte sich als ungeübter Holzfäller auf keinen Fall selbst an die Arbeit machen. Steht der Baumstamm unter Spannung? Ist der Kern des Baumes faul? Fällt er wirklich, wie er soll oder landet er auf dem Hausdach? Wie sieht es mit dem Wind aus? Habe ich das richtige Werkzeug?

Das alles sind Fragen zum Baum fällen, die der Forstwart als Profi aus der Hüfte beantworten kann, für den Laien aber eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten. Allein der Umgang mit einer leistungsstarken Kettensäge ohne Helm, Schutzvisier und kevlarverstärkter Schutzkleidung fordert in der Schweiz jedes Jahr viele Unfälle, die mit Beizug der Profis verhindert werden könnten.

Dass beim Baum fällen als Laie schon so manche Veranda, etliche Autos, Hausdächer und Wintergärten in Mitleidenschaft gezogen worden sind, ist ein weiterer Grund, den Forstwart zu rufen, statt selber Hand anzulegen.

Richtiges Vorgehen:

 

Baum fällen im Privatwald: Nur mit Bewilligung!

Wie in öffentlichen Wäldern gilt: Auch im Privatwald setzt das Fällen von Bäumen in jedem Fall eine Holzschlag-Bewilligung des Revierförsters voraus – egal, ob dies nun kleinere oder grössere Mengen Holz betrifft. Die Gründe sind einleuchtend: Ein derartiger Holzschlag darf die Sicherheit und Schutzfunktion für umliegende Gebiete nicht gefährden.

Die Wahrung der öffentlichen Sicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Forstgesetzes. So dürfen Eingriffe in Gehölze entlang von Bächen und Flüssen oder in Sicherheitszonen (Windschutzstreifen, obere Waldgrenze) nur aus Gründen der Waldpflege vorgenommen werden.

Anzeichnung durch Förster

Holzschläge werden auch im Privatwald durch den Förster angezeichnet. Damit wird vermieden, dass zu starke Eingriffe vorgenommen werden. Denn Kahlschläge oder kahlschlagähnliche Nutzungen sind laut Forstgesetz in der Regel untersagt. Die Anzeichnung durch den Förster ist für Waldbesitzer in den Vertragsgemeinden des Forstreviers Aletsch Unnergoms gratis. Nicht in den Bereich des Forstgesetzes fällt das regelmässige Schwenten von Weiden durch die Bauern. Hier dient das Entfernen der Gehölze zur Verhinderung der Verwaldung von Kulturflächen.

Richtiges Vorgehen: