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Erfahrung ist das Wichtigste beim Unterhalt von Wanderwegen!

08.08.2018 / War früher der Unterhalt von Wanderwegen ein Sommerjob für Studenten oder altgediente Pensionäre, sind heute immer mehr Spezialisten gefragt. Denn der fachgerechte Unterhalt und der Neubau von Wanderwegen benötigen neben guter Ortskenntnis auch viel Erfahrung!

 

Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, weiss oft nicht, wieviel Aufwand hinter dem Unterhalt von Wanderwegen steckt. Doch gerade dieser Winter hat es an den Tag gebracht: Beim Unterhalt von Wanderwegen und deren Öffnung im Frühjahr und Frühsommer stiessen Laien und selbst erfahrene Gemeindearbeiter an ihre Grenzen. Die grossen Schneemengen hatten viele Bäume entwurzelt und zum Teil auch die Wanderwege beschädigt oder unpassierbar gemacht.

 

Umgeknickte Bäume als grosse Gefahr

«Gerade das Entfernen der umgeknickten Bäume ist sehr tückisch», weiss Kenny Nemec, Forstwart-Vorarbeiter. «Viele der Baumstämme, die quer über den Wanderwegen liegen, stehen unter Spannung. Nur Fachleute mit viel Erfahrung sind in der Lage, dies zu erkennen.» Denn wird ein solcher Baumstamm ohne Sicherungsmassnahmen angesägt, kann der Stamm auf einen Schlag splittern oder gar brechen und alles in der Gefahrenzone umreissen oder wegschleudern.

 

Unterhalt von Wanderwegen: hunderte Kilometer jedes Jahr

Wanderwege professionell zu unterhalten benötigt aber mehr als die Fähigkeit, Bäume sicher beiseite zu räumen. Die Verhinderung des „Auswaschen“ ganzer Passagen bei Gewittern durch Querabschläge und die Erkennung von Gefahren wie Steinschlag oder Sturzgefahr gehören ebenfalls ins Repertoire des Wanderwegunterhalts. Dabei ist es manchmal ratsam, Teile eines Weges völlig neu anzulegen, um den Aufwand für den Unterhalt in den nächsten Jahren deutlich zu verringern oder die Sicherheit zu erhöhen. Hunderte Kilometer Wanderwege werden so jedes Jahr durch den Forst Aletsch unterhalten, gesichert oder neu gebaut. Das gilt übrigens auch für die uralten Walliser Bewässerungssysteme, die Suonen.

 

Unterhalt von Wanderwegen auch wichtig für den Wald

Doch die Wanderwege sind nicht nur für den Tourismus wichtig, weiss Revierförster Peter Aschilier: «Auch für den Wald ist es wichtig, dass die Besucher nicht querfeldein durch die Wälder streifen sondern durch die Wanderwege sanft gelenkt werden.» Erst wenn man bedenkt, dass zum Beispiel der Aletschwald pro Jahr von Tausenden besucht wird, wird einem bewusst, dass diese Besuchermassen dem Wald grossen Schaden zufügen würden, wenn sie nicht durch Wanderwege geführt würden.

 

Ganz neu: Forst als Spezialist für Biketrails

Forst Aletsch setzt auch im Bereich der Freizeitaktivitäten auf die Karte Weiterbildung. «Mario Heinzmann wurde zum Spezialisten im Bau von Biketrails ausgebildet», so Aschilier. Da diese Art des Freizeitvergnügens immer mehr um sich greift, kann jetzt auch Bau und Unterhalt derartiger Anlagen professionell erledigt werden. Auch hier gehen der Schutz des Waldes und der Dienst an der Öffentlichkeit Hand in Hand. Peter Aschilier: «Wird den Bikern eine gute Strecke angeboten, wird viel weniger «wild» durch die Natur gefahren und Schaden an Wanderwegen und Jungwuchs angerichtet.» Damit wird klar, dass der Forst aus diversen Gründen immer auf der Höhe der Zeit bleiben muss.

 

Mehr Infos zum Unterhalt von Wanderwegen gibt es hier.