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Spielplatzgeräte in Grengiols: Einmaligkeit in Holz

Spielplatzgeräte kann man auch von der Stange kaufen. «Aber warum sollten wir das tun?», fragte sich der Gemeinderat von Grengiols und ging einen anderen Weg. Er setzte beim Bau des Spielplatzes auf Spielplatzgeräte des Forst Aletsch und damit auf Einmaligkeit in Holz.

 

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Der 23. Juni 2018 war ein Freudentag für die Gemeinde Grengiols und insbesondere der jüngsten Bürgerinnen und Bürger. An diesem Tag wurde der Kinderspielplatz von Grengiols seiner Bestimmung übergeben.

 

Spielplatzgeräte aus heimischer Lärche

Neben den Gartenbauern Schalbetter und Volken aus Grengiols spielte auch der Forst Aletsch dabei eine wichtige Rolle. Denn statt die Spielplatzgeräte fix-fertig bei einem Lieferanten in der Deutschschweiz zu bestellen und liefern zu lassen, hatte sich der Gemeinderat entschieden, auf Holz aus den eigenen Wäldern zu setzen – und damit auf Spielplatzgeräte des Forsts Aletsch.

«Diese werden ausschliesslich aus Holz gefertigt, das in den Wäldern unserer Gemeinden wächst», erklärt Betriebsleiter Peter Aschilier. «Splintfreies Lärchenholz aus dem Gebirgswald ist mitunter das Haltbarste, was es in diesem Zusammenhang gibt.»

 

Sichere Spielplatzgeräte dank Fachmann

Ein Risiko bestand dabei für die Gemeinde Grengiols zu keiner Zeit. Denn Forst Aletsch verfügt über grosse Erfahrung im Bau von Spielgeräten aus Holz, wie der Blick auf die vom Forst geplanten und gebauten Seilpärke (Feriendorf Fiesch, Baschweri Bettmeralp) und Spielplätze (z.B. Baschweri Bettmeralp, Riederalp, Fieschertal) zeigt. «Wir verfügen mit Mario Heinzmann über einen ausgewiesenen Spezialisten. Als gelernter Zimmermann und Rundholzbauer ist er der Garant dafür, dass die Geräte sicher, kinderfreundlich und äusserst lange haltbar sind.» Alle Spielplatzgeräte verfügen daher auch über das gesetzlich vorgeschriebene Gütelabel.

 

Einmalige Spielplatzgeräte

Und was sagt der Spielplatzbauer selber zu seinem Werk? Mario Heinzmann lacht: «Es ist eine schöne Aufgabe, einen erlebnisreichen Spielplatz für Kinder zu planen und zu bauen. Dabei gibt auch die Form des Holzstammes vor, wie ein Spielplatzgerät schlussendlich aussehen wird. Das sieht man besonders gut an dem ausgehöhlten Baumstamm, der als Rutsche am Kletterturm dient.» Jedes Spielplatzgerät ist damit ein Unikat.

 

Gratis für Kinder aus nah und fern

«Das Resultat darf sich mit Kletterturm, Baumstamm-Labyrinth, Schaukel, Tischen und Bänken mehr als sehen lassen und ergänzt die bestehende Sportanlage mit Fussballplatz bestens», freut sich Gemeindepräsident Armin Zeiter. «Da die Geräte nur aus unbehandeltem Holz bestehen, sind sie auch in Sachen Umweltfreundlichkeit von fixfertigen Spielgeräten nicht zu überbieten. Der Spielplatz wird heimischen und auswärtigen Kindern sehr lange sehr viel Spass machen.»

Eine Feuerstelle und ein mobiler Minigolfplatz sind ebenfalls Teil des Konzeptes der Sport- und Freizeitanlage. Damit eignet sich der neue Spielplatz bestens für heimische und auswärtige Familien, um ein Picknick oder eine Geburtstagsfeier zu veranstalten. Übrigens: Die Nutzung der Anlage ist für alle kostenlos. Also: Ab nach Grengiols!

 

Mehr Infos zum Bau von Spielplatzgeräten gibt es hier!

Waldweiden pflegen heisst Artenvielfalt fördern!

Birkhuhn, Steinhuhn und verschiedene Orchideenarten können im wahrsten Sinne des Wortes wieder aufatmen. Durch die Pflege der Waldweiden, oberhalb von Martisberg, durch Forst Aletsch wird ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten erhalten.

 

«Waldweiden auf der Martisbergeralpe sind das perfekte Beispiel dafür, wie die Arbeit des Forst Aletsch und die Förderung der Artenvielfalt Hand in Hand gehen», freut sich Revierförster Peter Aschilier. Die Rede ist vom Erhalt der traditionellen Weiden im Wald oberhalb von Martisberg. Doch eins nach dem anderen!

 

Waldweiden entstanden durch Menschenhand

Waldweiden sind nichts anderes als geschlossene Grasflächen, die mit Lärchen durchsetzt sind. Die Bauern fällten früher Bäume, damit der Waldboden mehr Licht bekam und eine Weide entstehen konnte. Gleichzeitig wurden aber genügend Bäume stehen gelassen, um den Boden vor zu viel Sonne zu schützen. Diese Kombination ergab nicht nur eine gute Weide für das Vieh der Bauern. Es sorgte auch dafür, dass viele Pflanzen- und Tierarten dadurch einen perfekten Lebensraum erhielten. Das Vieh sorgte während Jahrhunderten dafür, dass die Waldweiden erhalten blieben.

Mit dem Rückgang der Nutzung solcher Waldweiden begannen diese wieder zuzuwachsen. Im Halbschatten kam die Fichte wieder auf und durch die fehlende Nutzung der Lärchen schloss sich das Kronendach und die Waldweide ging zurück. Der wertvolle Lebensraum drohte verloren zu gehen.

 

Grosses Projekt, grosse Wirkung

«Gemeinsam mit der Gemeinde Bettmeralp haben wir deshalb ein Projekt ausgearbeitet, wie dieses Gebiet erhalten werden kann und haben dieses dem Kanton vorgelegt, um entsprechende Subventionen zu erhalten», so Aschilier weiter. Das Projekt wurde gutgeheissen. Rund 450’000 Franken kosten die verschiedenen Massnahmen zum Erhalt der Waldweiden auf einer Fläche von 17,5 Hektaren zwischen 1650 und 1950 Metern über Meer, oberhalb von Martisberg. Das Projekt wird unterstützt von der Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft mit 140’000 Franken.

Dies umfasst unter anderem folgende Arbeiten:

 

  • Fällen von rund 2000 Kubikmetern Lärchenholz und damit fast die Halbierung des Baumbestandes. Die Fichte wird komplett entfernt.
  • Entfernen der Waldeinwüchse an den Rändern der Waldweide und Entfernung aller Fichten auf den Waldweiden.
  • Erhalt von mächtigen und alten Lärchen.
  • Förderung von Höhlenbäumen und anderen besonderen Habitatsbäumen.
  • Abzäunung der Waldweiden um zu verhindern, dass das Vieh in die angrenzenden Schutzwälder eindringt.
  • Durch das Aufrechterhalten der Weidenutzung soll der Waldeinwuchs künftig verhindert werden.

 

Waldweiden bis Ende 2019 gerettet

«Das Projekt zum Erhalt der Waldweiden befindet sich zurzeit mitten in der Umsetzungsphase und dauert noch bis Ende 2019», fasst Peter Aschilier zusammen. «Ein Projekt, dass sich aber für Tier und Mensch lohnt», so Aschilier weiter. «Denn der Erhalt traditioneller Kulturflächen sorgt nicht nur für den Schutz einzelner Tierarten wie dem Birkhuhn. Es bildet quasi eine Insel der Artenvielfalt, in der sich bedrohte und seltene Tierarten sehr gut vermehren und auf die umliegenden Gebiete weiterverbreiten können. Damit ist der Natur und damit auf lange Sicht auch dem Menschen am besten geholfen.»

 

 

 

Hier gibt es mehr Infos zum Erhalt der Natur durch den Forst Aletsch

 

Foto-Wettbewerb Forst Aletsch zum Thema «Waldbewohner»

Wer mit offenen Augen und wachem Sinn durch den Wald geht, erlebt beeindruckende Begegnungen mit den Bewohnern des Waldes. Der Foto-Wettbewerb des Forst Aletsch fordert Sie als Waldbesucher auf, im Wald auf Entdeckungsreise zu gehen und die zahlreichen grossen und kleinen Bewohner des Waldes im Foto festzuhalten. Es winken tolle Preise!

 

 

Kamera bereit, Augen auf: Das ist alles, was es braucht, um am Foto-Wettbewerb des Forst Aletsch teilzunehmen. Bis im kommenden Spätherbst bietet sich allen die Möglichkeit, Bilder von Waldbewohnern jeglicher Art zu machen und diese unter info@forstaletsch.ch einzusenden.

 

Der Siegerin oder dem Sieger winkt ein toller Preis! Wessen Bild die Jury auf den ersten Platz setzt, kann sich den Preis auswählen:

  • Entweder ein I-Pad…
  • …oder eine Sitzbank Modell «Picknick» des Forst Aletsch…
  • …oder ein Holzpferd als Kinderattraktion für den eigenen Garten.

 

Einsendeschluss ist der 18. November 2018. Die Preisübergabe an die Siegerin oder den Sieger wird anlässlich des Adventsmarktes 2018 Ende November in Fiesch über die Bühne gehen.

Und jetzt gilt: Achtung, fertig, knipsen!

Mondholz: Der lange Weg zum Bücherregal!

Man nehme einen ETH-Professor mit einer Idee, füge etwas Förster aus dem Oberwallis hinzu und würze das Ganze mit Mondholz aus dem Gebirgswald und fertig ist das Gericht mit Namen «Karybook». Ein Klärungsversuch!

 

Rückblick, 5. Dezember 2017: Uralte Baumriesen knirschen, ächzen, fallen krachend zu Boden. Die Motorsäge hat einem langen Leben im Gebirge soeben ein Ende gesetzt. Es ist knapp nach Vollmond zu Winteranfang, der ideale Zeitpunkt zum Einfahren einer besonderen Ernte: Im Diezzel- und Stijenwald wird Mondholz geschlagen – und vorerst liegen gelassen.

 

Monate später, im Juni 2018: Seilkraneinsatzleiter Alain Diezig inspiziert die im Frühwinter gefällten Fichten, die mitsamt allen Ästen auf dem Waldboden liegen. Die Nadeln sind teilweise abgefallen, der Winter und die Zeit haben ihren wichtigen Dienst getan. Alain Diezig klärt auf: «Da die Bäume mit allen Ästen den ganzen Winter über liegen geblieben sind, konnte der Baumstamm das Wasser besser und schneller abgeben. Zusammen mit der Tatsache, dass es sich um sehr feinjähriges Gebirgsholz handelt, das kurz nach Vollmond geschlagen wurde, ergibt sich eine äussert leichte aber sehr stabile Holzqualität.» Kurz gesagt: perfektes Mondholz!

 

Dieses Mondholz wird im Wald gerüstet und abtransportiert. Ziel ist die Sägerei. Dort werden aus den Stämmen Bretter geschnitten, die eine perfekte Grundlage zum Bau sehr leichter aber äusserst widerstandsfähiger Holzmöbel liefern. Genauer gesagt entsteht aus den nur gerade 10 Millimeter zarten Holzbrettern ein Bücherregal der etwas anderen Art – Karybook.

 

Die Idee dazu stammt vom ehemaligen Professor der ETH Lausanne, dem Kunsthistoriker Pierre Frey. Er sah sich ab und an der Problematik gegenüber, seine Bibliothek zügeln zu müssen. Etwas, das Bücherliebhaber leicht in Stress versetzen kann. «Das muss einfacher gehen», sagte sich der Professor und erdachte ein Bücherregal, das gleichzeitig als Transportkiste dienen konnte. Karybook war geboren! Das Buchregal ist so konzipiert, dass es einfach zerlegt werden kann, ohne dass die Bücher rausgenommen werden müssen. Die Einzelteile des Regals dienen einfach als Transportkisten. Deckel mit Tragegriff aus Leder drauf und die Bibliothek ist verpackt und transportbereit!

 

Doch diese Kisten voller Bücher wären mit dicken Holzbrettern zu schwer. Genau hier kommt das leichte und trotzdem sehr stabile Mondholz aus dem Gebirgswald ins Spiel! Holz aus Gebirgswäldern wächst langsam, ist sogenannt feinjährig, also mit kleinen Wachstumsringen versehen. Das macht das Holz besonders stabil und strapazierfähig, ein Bücherregal für die Ewigkeit, sozusagen. Direkt aus den Gebirgswäldern des Forst Aletsch.

 

Hier gibt es mehr Infos zu dem Thema.

Brennholz aus der Region: Jetzt bestellen!

Holz ist die älteste vom Menschen genutzte Energiequelle. Wer auf unnötig lange Transportwege verzichten, auf umweltschonende Energie setzen und beim Heizen CO2-neutral sein will, kommt am Brennolz nicht vorbei. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Bestellung.

 

Rund 500 Lastwagenladungen oder 15’000 Kubikmeter Holz wachsen allein in den Wäldern des Forst Aletsch jedes Jahr nach. Damit könnten 1’500 Einfamilienhäuser ein Jahr lang geheizt und mit Warmwasser versorgt werden. Das Beste daran: Moderne Holzheizungen belasten die Umwelt kaum noch und sind völlig CO2-neutral. Abgesehen vom Buchenholz (Deutschschweiz) stammt das gesamte Brennholz des Forsts Aletsch aus den hiesigen Gebirgs- und Schutzwäldern.

 

Brennholz: Ganz, gespalten oder Häcksel?

Dabei deckt Forst Aletsch fast die gesamte Palette an Möglichkeiten ab, die beim Heizen mit Holz in Frage kommen. Wer noch selber richtig Hand anlegen will, wählt die Variante «ganze Stämme», die dann eigenhändig gesägt und gespalten werden können.

Wer’s eher gemächlicher angehen will, setzt auf ofenfertig gespaltenes Holz von Nadelbaum oder Buche. Dieses wird mit modernsten Maschinen vom Forst gespalten und gesäubert und in grosse Transportsäcke abgefüllt.

Die modernsten Heizanlagen funktionieren mit Holzhäcksel. Auch diese Holzvariante hat der Forst im Angebot und befüllt damit Ihr Silo.

 

Sehr wirtschaftlich heizen mit Brennholz aus unserer Region

Holzenergie ist bei steigenden Öl-, Gas- und Strompreisen finanziell sehr interessant. Vor allem bei einer Vollheizung ist die Rechnung attraktiv: Holzheizungen sind in vielen Kantonen beitragsberechtigt und natürlich von der CO2-Abgabe befreit. Wer heute beim Heizen auf Holz setzt, rechnet klug und weitsichtig. Vor allem, wenn man den Betriebskostenvergleich anstellt und diesen über die gesamte Lebensdauer der Anlage rechnet.

 

Liefern lassen oder selbst abholen?

Natürlich kann das Brennholz, vor allem das ofenfertige, auch direkt beim Forst Aletsch abgeholt werden. Für die Gemeinden des Forst Aletsch (Bitsch, Ried-Mörel, Goppisberg, Greich, Betten Dorf, Martisberg, Grengiols, Lax, Fiesch, Fieschertal) werden Sammellieferungen Angeboten. Diese erfolgen in den Wochen 34, 35, 36, 39, 40, 41 und zusätzlich Woche 43, sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen. Individuelle Lieferungen ausserhalb dieser aufgeführten Wochen werden nach Aufwand verrechnet. Die Lieferungen nach Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp werden mit einem Zuschlag verrechnet.

 

Weitere Informationen und Bestellung hier.

Holzschindel: Wenn die Tradition auf das Dach zurückkehrt

Lange galt die Holzschindel als altbacken. Doch allmählich hält die alte Walliser Tradition auf den Dächern der Dörfer wieder Einzug. Zum Beispiel auf dem alten Schulhaus in Fieschertal.

 

50 bis 60 Jahre hält ein fachmännisch erstelltes Schindeldach – länger als jedes andere hierzulande verwendete Material zum Dachdecken. Auf dieses traditionelle Material setzt man länger je mehr nicht nur, wenn schützenswerte Gebäude restauriert werden. Immer öfter setzen auch private Bauherren auf den umweltfreundlichen und CO2-neutralen Baustoff aus reinem, einheimischem Lärchenholz.

 

Privater Bauherr von Holzschindeln überzeugt

Neustes Beispiel ist das alte Schulhaus von Fieschertal. Die Schindeln wurden ersetzt und schmücken und schützen nun das alte, neu renovierte Haus in Fieschertal. Nachdem das Haus an einen holländischen Besitzer ging, stand die Frage im Raum, welche Rolle das Dach des alten Hauses mitten in Fieschertal bei der Dachrenovation des Gebäudes spielen sollte. Ein klares Konzept und die Vorteile eines Schindeldaches überzeugten den Bauherren auf die Karte Holzschindeln vom Forst Aletsch zu setzen.

 

Holzschindel spalten ist seltenes Handwerk

Forst Aletsch ist einer von ganz wenigen Betrieben, der dieses uralte Handwerk noch beherrscht. Die wichtigsten Vorteile, von denen sich der Bauherr überzeugen liess: Holzschindeln, die aus dem Kernholz des Lärchs gespalten werden, gelten als eine der widerstandsfähigsten Dachbedeckungen. Zudem setzen die traditionellen Lärchenschindeln auch einen architektonischen Glanzpunkt und setzen einem Holzhaus die Krone auf. Ein weiterer Vorteil: Die starke UV-Strahlung in den Bergen sorgt dafür, dass die anfänglich rötlichen Dächer allmählich von einer grauen Patina überzogen werden, mit jedem Jahr schöner anzuschauen sind und sich noch besser in die Landschaft integrieren.

 

Holzschindel spalten, nicht sägen

Neben der Auswahl des perfekten Lärchenstammes (möglichst gerade gewachsen und ohne Äste) ist ein weiterer Punkt entscheidend für die Qualität eines Daches aus Holzschindeln: Nur das dunkle Kernholz wird verwendet und von Hand gespalten. Der Grund: Durch das Spalten wird der natürliche Faserverlauf des Holzes nicht zerstört. Die gespaltene Holzschindel ist dadurch viel haltbarer und widerstandsfähiger als eine gesägte. Übrigens: Die Walliser Holzschindeln sind traditionell 51 Zentimeter lang und pro Quadratmeter Dach werden 62 Lärchenschindeln in drei Lagen benötigt.

Weitere Infos zu gespaltenen Holzschindeln aus Hochgebirgslärche gibt es hier.

Erfahrung ist das Wichtigste beim Unterhalt von Wanderwegen!

08.08.2018 / War früher der Unterhalt von Wanderwegen ein Sommerjob für Studenten oder altgediente Pensionäre, sind heute immer mehr Spezialisten gefragt. Denn der fachgerechte Unterhalt und der Neubau von Wanderwegen benötigen neben guter Ortskenntnis auch viel Erfahrung!

 

Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, weiss oft nicht, wieviel Aufwand hinter dem Unterhalt von Wanderwegen steckt. Doch gerade dieser Winter hat es an den Tag gebracht: Beim Unterhalt von Wanderwegen und deren Öffnung im Frühjahr und Frühsommer stiessen Laien und selbst erfahrene Gemeindearbeiter an ihre Grenzen. Die grossen Schneemengen hatten viele Bäume entwurzelt und zum Teil auch die Wanderwege beschädigt oder unpassierbar gemacht.

 

Umgeknickte Bäume als grosse Gefahr

«Gerade das Entfernen der umgeknickten Bäume ist sehr tückisch», weiss Kenny Nemec, Forstwart-Vorarbeiter. «Viele der Baumstämme, die quer über den Wanderwegen liegen, stehen unter Spannung. Nur Fachleute mit viel Erfahrung sind in der Lage, dies zu erkennen.» Denn wird ein solcher Baumstamm ohne Sicherungsmassnahmen angesägt, kann der Stamm auf einen Schlag splittern oder gar brechen und alles in der Gefahrenzone umreissen oder wegschleudern.

 

Unterhalt von Wanderwegen: hunderte Kilometer jedes Jahr

Wanderwege professionell zu unterhalten benötigt aber mehr als die Fähigkeit, Bäume sicher beiseite zu räumen. Die Verhinderung des „Auswaschen“ ganzer Passagen bei Gewittern durch Querabschläge und die Erkennung von Gefahren wie Steinschlag oder Sturzgefahr gehören ebenfalls ins Repertoire des Wanderwegunterhalts. Dabei ist es manchmal ratsam, Teile eines Weges völlig neu anzulegen, um den Aufwand für den Unterhalt in den nächsten Jahren deutlich zu verringern oder die Sicherheit zu erhöhen. Hunderte Kilometer Wanderwege werden so jedes Jahr durch den Forst Aletsch unterhalten, gesichert oder neu gebaut. Das gilt übrigens auch für die uralten Walliser Bewässerungssysteme, die Suonen.

 

Unterhalt von Wanderwegen auch wichtig für den Wald

Doch die Wanderwege sind nicht nur für den Tourismus wichtig, weiss Revierförster Peter Aschilier: «Auch für den Wald ist es wichtig, dass die Besucher nicht querfeldein durch die Wälder streifen sondern durch die Wanderwege sanft gelenkt werden.» Erst wenn man bedenkt, dass zum Beispiel der Aletschwald pro Jahr von Tausenden besucht wird, wird einem bewusst, dass diese Besuchermassen dem Wald grossen Schaden zufügen würden, wenn sie nicht durch Wanderwege geführt würden.

 

Ganz neu: Forst als Spezialist für Biketrails

Forst Aletsch setzt auch im Bereich der Freizeitaktivitäten auf die Karte Weiterbildung. «Mario Heinzmann wurde zum Spezialisten im Bau von Biketrails ausgebildet», so Aschilier. Da diese Art des Freizeitvergnügens immer mehr um sich greift, kann jetzt auch Bau und Unterhalt derartiger Anlagen professionell erledigt werden. Auch hier gehen der Schutz des Waldes und der Dienst an der Öffentlichkeit Hand in Hand. Peter Aschilier: «Wird den Bikern eine gute Strecke angeboten, wird viel weniger «wild» durch die Natur gefahren und Schaden an Wanderwegen und Jungwuchs angerichtet.» Damit wird klar, dass der Forst aus diversen Gründen immer auf der Höhe der Zeit bleiben muss.

 

Mehr Infos zum Unterhalt von Wanderwegen gibt es hier.

Naturwaldreservate geben der Natur Ihren Platz zurück

30.07.2018 / Naturwaldreservate sind seit 2011 Teil des Forst Aletsch. Ziel: Grosse, zusammenhängende Waldgebiete vollständig dem Einfluss der Natur zurückzugeben und damit auf den Weg zurück zum «Urwald» zu schicken. Twingi und Aletsch sind seither grossmehrheitlich sich selbst überlassen und folgen nur noch einer Vorgabe: der Natur.

 

Ein Wald, unberührt von Menschenhand: Dieses Ziel verfolgt die Schaffung von Naturwaldreservaten, mit deren Einrichtung die Waldbesitzer für 50 Jahre verpflichtet werden, diese Wälder nur sich selbst und der Natur zu überlassen. Die natürliche Entwicklung der standorttypischen Waldgesellschaften sowie die ursprünglichen Waldlandschaften der Schweiz soll mit diesen Projekten gefördert werden.

 

Naturwaldreservate: der Blick zurück

Seit 2011 ist die Twingischlucht mit rund 438 Hektaren Fläche eingangs des Binntals auf Boden der Burgerschaften Grengiols und Binn ein solches Reservat. Kurz darauf wurde auch der Aletschwald mit 410 Hektaren auf der Westseite des Riederhorns auf Gemeindegebiet von Riederalp und Bitsch in die Reihe der Naturwaldreservate aufgenommen. Seither entwickeln sich diese grossen Waldflächen ohne Einfluss des Menschen. Denn abgesehen vom Freihalten allfälliger Alpweiden darf in diesen Gebieten kein Baum auch nur angefasst oder neu gepflanzt werden. Der Wald muss sein Gleichgewicht selber finden.

Dass es nach knapp sieben Jahren zu früh ist, schon Schlüsse daraus zu ziehen, wie sich diese Waldflächen ohne Eingriff des Menschen verändert haben, ist offensichtlich. Denn Wälder haben einen eigenen, sehr langsamen Rhythmus. Was heute gemacht oder eben unterlassen wird, macht sich unter Umständen erst in 30, 40 oder gar 50 Jahren bemerkbar.

 

Natuwaldreservate: Verbindung von Schutz und Investitionen

Was allerdings heute schon gesagt werden kann: Die Gelder, welche die Waldbesitzer als Ersatz für den Verzicht der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Wälder erhalten haben, zeigen Wirkung. Denn pro Hektare Wald und Vertragsjahr wurde den Waldbesitzern, also den Burgerschaften und einer Alpgenossenschaft, 37 Franken ausgezahlt. Was auf den ersten Blick bescheiden tönt, summiert sich aber rasch.

656’100 Franken wurden für das Naturwaldreservat Twingi gezahlt und auf 589’040 Franken beläuft sich die Zahlung des Bundes für das Naturwaldreservat Aletsch. Auflage: Diese Gelder müssen zwingend für Wald- und Forstmassnahmen auf dem jeweiligen Gemeindegebiet eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür liefert die Forststrasse von Grengiols zum Breithorn, die mit Hilfe dieser Gelder im Laufe des letzten und diesen Jahres instand gestellt wurde und wird. Damit sind die Naturwaldreservate ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich der Schutz der Natur mit nötigen Investitionen der Gemeinden in ihre Wälder verbinden lassen.

 

Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Waldregeln: Was darf ich im Wald machen?

20.07.2018 / Wälder haben eine grosse Schutzfunktion vor Naturgefahren, sind ein Wasserspeicher, geben uns die Luft zum Atmen, sind Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und regeln das Klima. Wälder sind aber auch sehr beliebte Freizeitorte für viele Menschen. Daher stellt sich die Frage nach den Waldregeln für den Waldbesucher: Was darf ich im Wald machen?

 

Im Wald sind grundsätzlich alle herzlich willkommen. Denn im Schweizer Wald gilt, mit wenigen Einschränkungen, ein gesetzlich verankertes, freies Betretungsrecht. Trotzdem gelten auch hier Regeln, an die man sich halten muss.

 

Allgemeine Regeln für den Wald

  • Die Natur und andere Waldbesucher sind zu respektieren und mit Rücksicht zu behandeln.
  • Im Wald gilt ein allgemeines Fahrverbot für motorisierten Verkehr.
  • Man sollte immer auf den Wegen zu bleiben.
  • Den Wald sollte man möglichst nur tagsüber besuchen, denn in der Dämmerung und in der Nacht werden die Tiere stark gestört.

 

Waldregeln für Biker, Reiter und Hundehalter

  • Bleiben Sie bitte auf befestigten oder speziell gekennzeichneten Wegen.
  • Reiten und fahren Sie nicht querwaldein, denn das stört die Wildtiere, zerstört junge Pflanzen und schädigt das Wurzelwerk der Bäume.
  • Hunde sind stets unter Kontrolle zu halten, sie können sonst andere Waldbesucher oder die Wildtiere massiv stören.
  • Im Wallis herrscht auch im Wald allgemeine Leinenpflicht.
  • Die Hinterlassenschaft der Hunde ist allen zuliebe zu beseitigen.

 

Waldregeln zu Feuer und Wald

  • Dem Feuerverbot bei Trockenheit muss unbedingt Folge geleistet werden.
  • Für Feuer wenn möglich immer offizielle Feuerstellen verwenden oder die Feuerstelle zumindest bis auf die blanke Erde auskratzen und mit einem Steinkreis abgrenzen.
  • Bäume dürfen auf keinen Fall beschädigt oder gar gefällt werden.
  • Vor dem Weggehen sind Feuer und Glut zu löschen.

 

Bäume und Wildtiere schützen

  • Jede Verletzung der Rinde schadet dem Baum und ist eine Eintrittspforte für schädliche Pilze und Insekten.
  • Umgeknickte und verletzte Bäumchen wachsen nicht mehr schön.
  • Wildtiere brauchen Ruhe und sollen nicht gestört werden. Besonders im Frühling, wenn die Jungtiere zur Welt kommen, ist Rücksicht geboten.
  • Wildtiere sollen nicht gefüttert werden, dies schadet ihnen mehr, als es hilft.
  • Wildtiere und ihre Behausungen (z.B. Fuchsbau, Dachsbau, Vogelnester, Eichhörnchennester) sollen nicht angefasst und schon gar nicht zerstört werden.

 

Darf man Pflanzen aus dem Wald mitnehmen?

  • Pilze, Beeren und Blumen dürfen mit Mass und für den Eigengebrauch gesammelt werden, wenn es sich nicht um geschützte Arten handelt.
  • Das Sammelgut muss zum Schutz vor Parasiten und Erregern wie Fuchsbandwurf gewaschen, geschält oder gekocht werden

 

Darf man Holz mitnehmen?

  • Liegendes Holz = Totholz und erfüllt eine wichtige Grundlage für den Wald und seine Bewohner, deshalb sollte dieses Holz liegen gelassen werden.
  • Es dürfen keine Bäume gefällt und kein aufbereitetes Brennholz mitgenommen werden, denn jeder Wald hat einen Eigentümer.

Sturmschäden: Wenn Winterstürme Bäume fällen

13.07.2018 / Nach der Schneeschmelze wird auch in den Gebirgswäldern deutlich, welche Schäden der Winter 2018 in den Schutzwäldern angerichtet hat. Vor allem der Sturm Burglind aber auch die grossen Schneemengen und Lawinen waren in den Wäldern des Forst Aletsch sehr aktiv beim Bäume fällen. Die Kosten für die Aufräumarbeiten sind besonders hoch, weil sich die Sturmschäden über grosse Flächen verteilen.

 

Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Sturmholz hat der Winter 2018 in den Schweizer Wäldern gefordert. Das entspricht einem Viertel der jährlichen Holzmenge, die in den Schweizer Wäldern wirtschaftlich genutzt wird. Der Sturm Burglind hat im Januar vor allem die Wälder der Voralpen in Mitleidenschaft gezogen. Doch auch in den Schutzwäldern des Forst Aletsch sind durch den Winter grosse Schäden entstanden.

 

Sturmschäden: Bäume fielen mitsamt Wurzeln

Zwar berichten die Forstarbeiter davon, dass viel von dem Sturmholz nicht nur als Brennholz genutzt werden könne. Grund: Viele der Bäume brachen nicht, wodurch der Stamm splittert und nur noch als Brennholz nutzbar ist. Vielmehr wurden sie oft mitsamt den Wurzeln gefällt. Das sorgte dafür, dass die Stämme ganz blieben und damit auch hochwertiges Holz liefern können.

Trotzdem ist der Schaden hoch. Denn Sturm und Winter sorgten nicht für flächige Schäden sondern für sogenannte Streuschäden. Die entwurzelten und umgeknickten Bäume verteilen sich nicht auf einen kleinen Raum, sondern über grosse Flächen. Das erschwert das Rüsten und den Abtransport der Stämme enorm und verursacht durch den Einsatz des Helikopters enorm hohe Kosten.

 

Grosser Einsatz der Forstbetriebe für die Schutzwälder

Zusätzliche Kosten, auf denen die Forstbetriebe sitzen bleiben, drohen. Denn zusätzliche Gelder für das Aufräumen der Sturmschäden wurden bis anhin vom Kanton nur zögerlich gesprochen. Beim Forst Aletsch decken diese zugesagten Kantonsgelder zurzeit nur gerade einen Viertel der geschätzten Zusatzkosten.

Nichts desto trotz kann man das Sturmholz nicht einfach als Totholz in den Wäldern liegen lassen. Denn die Gefahr, dass sich der Borkenkäfer durch die gefällten Stämme explosionsartig vermehrt und dadurch in den nächsten Jahren zusätzliche Schäden an gesunden Bäumen verursacht, ist zu gross.

Auch wenn es nicht möglich ist, alle Streuschaäden in den Wäldern rasch zu beheben: Wieder einmal stellen die Forstreviere unter Beweis, welchen Einsatz sie für die Schutzwälder der Region und damit für die Sicherheit der Verkehrswege und Siedlungen zu leisten bereit sind.