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Holzschindel: Wenn die Tradition auf das Dach zurückkehrt

14.08.2018 / Lange galt die Holzschindel als altbacken. Doch allmählich hält die alte Walliser Tradition auf den Dächern der Dörfer wieder Einzug. Zum Beispiel auf dem alten Schulhaus in Fieschertal.

 

50 bis 60 Jahre hält ein fachmännisch erstelltes Schindeldach – länger als jedes andere hierzulande verwendete Material zum Dachdecken. Auf dieses traditionelle Material setzt man länger je mehr nicht nur, wenn schützenswerte Gebäude restauriert werden. Immer öfter setzen auch private Bauherren auf den umweltfreundlichen und CO2-neutralen Baustoff aus reinem, einheimischem Lärchenholz.

 

Privater Bauherr von Holzschindeln überzeugt

Neustes Beispiel ist das alte Schulhaus von Fieschertal. Die Schindeln wurden ersetzt und schmücken und schützen nun das alte, neu renovierte Haus in Fieschertal. Nachdem das Haus an einen holländischen Besitzer ging, stand die Frage im Raum, welche Rolle das Dach des alten Hauses mitten in Fieschertal bei der Dachrenovation des Gebäudes spielen sollte. Ein klares Konzept und die Vorteile eines Schindeldaches überzeugten den Bauherren auf die Karte Holzschindeln vom Forst Aletsch zu setzen.

 

Holzschindel spalten ist seltenes Handwerk

Forst Aletsch ist einer von ganz wenigen Betrieben, der dieses uralte Handwerk noch beherrscht. Die wichtigsten Vorteile, von denen sich der Bauherr überzeugen liess: Holzschindeln, die aus dem Kernholz des Lärchs gespalten werden, gelten als eine der widerstandsfähigsten Dachbedeckungen. Zudem setzen die traditionellen Lärchenschindeln auch einen architektonischen Glanzpunkt und setzen einem Holzhaus die Krone auf. Ein weiterer Vorteil: Die starke UV-Strahlung in den Bergen sorgt dafür, dass die anfänglich rötlichen Dächer allmählich von einer grauen Patina überzogen werden, mit jedem Jahr schöner anzuschauen sind und sich noch besser in die Landschaft integrieren.

 

Holzschindel spalten, nicht sägen

Neben der Auswahl des perfekten Lärchenstammes (möglichst gerade gewachsen und ohne Äste) ist ein weiterer Punkt entscheidend für die Qualität eines Daches aus Holzschindeln: Nur das dunkle Kernholz wird verwendet und von Hand gespalten. Der Grund: Durch das Spalten wird der natürliche Faserverlauf des Holzes nicht zerstört. Die gespaltene Holzschindel ist dadurch viel haltbarer und widerstandsfähiger als eine gesägte. Übrigens: Die Walliser Holzschindeln sind traditionell 51 Zentimeter lang und pro Quadratmeter Dach werden 62 Lärchenschindeln in drei Lagen benötigt.

Weitere Infos zu gespaltenen Holzschindeln aus Hochgebirgslärche gibt es hier.

Erfahrung ist das Wichtigste beim Unterhalt von Wanderwegen!

08.08.2018 / War früher der Unterhalt von Wanderwegen ein Sommerjob für Studenten oder altgediente Pensionäre, sind heute immer mehr Spezialisten gefragt. Denn der fachgerechte Unterhalt und der Neubau von Wanderwegen benötigen neben guter Ortskenntnis auch viel Erfahrung!

 

Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, weiss oft nicht, wieviel Aufwand hinter dem Unterhalt von Wanderwegen steckt. Doch gerade dieser Winter hat es an den Tag gebracht: Beim Unterhalt von Wanderwegen und deren Öffnung im Frühjahr und Frühsommer stiessen Laien und selbst erfahrene Gemeindearbeiter an ihre Grenzen. Die grossen Schneemengen hatten viele Bäume entwurzelt und zum Teil auch die Wanderwege beschädigt oder unpassierbar gemacht.

 

Umgeknickte Bäume als grosse Gefahr

«Gerade das Entfernen der umgeknickten Bäume ist sehr tückisch», weiss Kenny Nemec, Forstwart-Vorarbeiter. «Viele der Baumstämme, die quer über den Wanderwegen liegen, stehen unter Spannung. Nur Fachleute mit viel Erfahrung sind in der Lage, dies zu erkennen.» Denn wird ein solcher Baumstamm ohne Sicherungsmassnahmen angesägt, kann der Stamm auf einen Schlag splittern oder gar brechen und alles in der Gefahrenzone umreissen oder wegschleudern.

 

Unterhalt von Wanderwegen: hunderte Kilometer jedes Jahr

Wanderwege professionell zu unterhalten benötigt aber mehr als die Fähigkeit, Bäume sicher beiseite zu räumen. Die Verhinderung des „Auswaschen“ ganzer Passagen bei Gewittern durch Querabschläge und die Erkennung von Gefahren wie Steinschlag oder Sturzgefahr gehören ebenfalls ins Repertoire des Wanderwegunterhalts. Dabei ist es manchmal ratsam, Teile eines Weges völlig neu anzulegen, um den Aufwand für den Unterhalt in den nächsten Jahren deutlich zu verringern oder die Sicherheit zu erhöhen. Hunderte Kilometer Wanderwege werden so jedes Jahr durch den Forst Aletsch unterhalten, gesichert oder neu gebaut. Das gilt übrigens auch für die uralten Walliser Bewässerungssysteme, die Suonen.

 

Unterhalt von Wanderwegen auch wichtig für den Wald

Doch die Wanderwege sind nicht nur für den Tourismus wichtig, weiss Revierförster Peter Aschilier: «Auch für den Wald ist es wichtig, dass die Besucher nicht querfeldein durch die Wälder streifen sondern durch die Wanderwege sanft gelenkt werden.» Erst wenn man bedenkt, dass zum Beispiel der Aletschwald pro Jahr von Tausenden besucht wird, wird einem bewusst, dass diese Besuchermassen dem Wald grossen Schaden zufügen würden, wenn sie nicht durch Wanderwege geführt würden.

 

Ganz neu: Forst als Spezialist für Biketrails

Forst Aletsch setzt auch im Bereich der Freizeitaktivitäten auf die Karte Weiterbildung. «Mario Heinzmann wurde zum Spezialisten im Bau von Biketrails ausgebildet», so Aschilier. Da diese Art des Freizeitvergnügens immer mehr um sich greift, kann jetzt auch Bau und Unterhalt derartiger Anlagen professionell erledigt werden. Auch hier gehen der Schutz des Waldes und der Dienst an der Öffentlichkeit Hand in Hand. Peter Aschilier: «Wird den Bikern eine gute Strecke angeboten, wird viel weniger «wild» durch die Natur gefahren und Schaden an Wanderwegen und Jungwuchs angerichtet.» Damit wird klar, dass der Forst aus diversen Gründen immer auf der Höhe der Zeit bleiben muss.

 

Mehr Infos zum Unterhalt von Wanderwegen gibt es hier.

Naturwaldreservate geben der Natur Ihren Platz zurück

30.07.2018 / Naturwaldreservate sind seit 2011 Teil des Forst Aletsch. Ziel: Grosse, zusammenhängende Waldgebiete vollständig dem Einfluss der Natur zurückzugeben und damit auf den Weg zurück zum «Urwald» zu schicken. Twingi und Aletsch sind seither grossmehrheitlich sich selbst überlassen und folgen nur noch einer Vorgabe: der Natur.

 

Ein Wald, unberührt von Menschenhand: Dieses Ziel verfolgt die Schaffung von Naturwaldreservaten, mit deren Einrichtung die Waldbesitzer für 50 Jahre verpflichtet werden, diese Wälder nur sich selbst und der Natur zu überlassen. Die natürliche Entwicklung der standorttypischen Waldgesellschaften sowie die ursprünglichen Waldlandschaften der Schweiz soll mit diesen Projekten gefördert werden.

 

Naturwaldreservate: der Blick zurück

Seit 2011 ist die Twingischlucht mit rund 438 Hektaren Fläche eingangs des Binntals auf Boden der Burgerschaften Grengiols und Binn ein solches Reservat. Kurz darauf wurde auch der Aletschwald mit 410 Hektaren auf der Westseite des Riederhorns auf Gemeindegebiet von Riederalp und Bitsch in die Reihe der Naturwaldreservate aufgenommen. Seither entwickeln sich diese grossen Waldflächen ohne Einfluss des Menschen. Denn abgesehen vom Freihalten allfälliger Alpweiden darf in diesen Gebieten kein Baum auch nur angefasst oder neu gepflanzt werden. Der Wald muss sein Gleichgewicht selber finden.

Dass es nach knapp sieben Jahren zu früh ist, schon Schlüsse daraus zu ziehen, wie sich diese Waldflächen ohne Eingriff des Menschen verändert haben, ist offensichtlich. Denn Wälder haben einen eigenen, sehr langsamen Rhythmus. Was heute gemacht oder eben unterlassen wird, macht sich unter Umständen erst in 30, 40 oder gar 50 Jahren bemerkbar.

 

Natuwaldreservate: Verbindung von Schutz und Investitionen

Was allerdings heute schon gesagt werden kann: Die Gelder, welche die Waldbesitzer als Ersatz für den Verzicht der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Wälder erhalten haben, zeigen Wirkung. Denn pro Hektare Wald und Vertragsjahr wurde den Waldbesitzern, also den Burgerschaften und einer Alpgenossenschaft, 37 Franken ausgezahlt. Was auf den ersten Blick bescheiden tönt, summiert sich aber rasch.

656’100 Franken wurden für das Naturwaldreservat Twingi gezahlt und auf 589’040 Franken beläuft sich die Zahlung des Bundes für das Naturwaldreservat Aletsch. Auflage: Diese Gelder müssen zwingend für Wald- und Forstmassnahmen auf dem jeweiligen Gemeindegebiet eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür liefert die Forststrasse von Grengiols zum Breithorn, die mit Hilfe dieser Gelder im Laufe des letzten und diesen Jahres instand gestellt wurde und wird. Damit sind die Naturwaldreservate ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich der Schutz der Natur mit nötigen Investitionen der Gemeinden in ihre Wälder verbinden lassen.

 

Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Waldregeln: Was darf ich im Wald machen?

20.07.2018 / Wälder haben eine grosse Schutzfunktion vor Naturgefahren, sind ein Wasserspeicher, geben uns die Luft zum Atmen, sind Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und regeln das Klima. Wälder sind aber auch sehr beliebte Freizeitorte für viele Menschen. Daher stellt sich die Frage nach den Waldregeln für den Waldbesucher: Was darf ich im Wald machen?

 

Im Wald sind grundsätzlich alle herzlich willkommen. Denn im Schweizer Wald gilt, mit wenigen Einschränkungen, ein gesetzlich verankertes, freies Betretungsrecht. Trotzdem gelten auch hier Regeln, an die man sich halten muss.

 

Allgemeine Regeln für den Wald

  • Die Natur und andere Waldbesucher sind zu respektieren und mit Rücksicht zu behandeln.
  • Im Wald gilt ein allgemeines Fahrverbot für motorisierten Verkehr.
  • Man sollte immer auf den Wegen zu bleiben.
  • Den Wald sollte man möglichst nur tagsüber besuchen, denn in der Dämmerung und in der Nacht werden die Tiere stark gestört.

 

Waldregeln für Biker, Reiter und Hundehalter

  • Bleiben Sie bitte auf befestigten oder speziell gekennzeichneten Wegen.
  • Reiten und fahren Sie nicht querwaldein, denn das stört die Wildtiere, zerstört junge Pflanzen und schädigt das Wurzelwerk der Bäume.
  • Hunde sind stets unter Kontrolle zu halten, sie können sonst andere Waldbesucher oder die Wildtiere massiv stören.
  • Im Wallis herrscht auch im Wald allgemeine Leinenpflicht.
  • Die Hinterlassenschaft der Hunde ist allen zuliebe zu beseitigen.

 

Waldregeln zu Feuer und Wald

  • Dem Feuerverbot bei Trockenheit muss unbedingt Folge geleistet werden.
  • Für Feuer wenn möglich immer offizielle Feuerstellen verwenden oder die Feuerstelle zumindest bis auf die blanke Erde auskratzen und mit einem Steinkreis abgrenzen.
  • Bäume dürfen auf keinen Fall beschädigt oder gar gefällt werden.
  • Vor dem Weggehen sind Feuer und Glut zu löschen.

 

Bäume und Wildtiere schützen

  • Jede Verletzung der Rinde schadet dem Baum und ist eine Eintrittspforte für schädliche Pilze und Insekten.
  • Umgeknickte und verletzte Bäumchen wachsen nicht mehr schön.
  • Wildtiere brauchen Ruhe und sollen nicht gestört werden. Besonders im Frühling, wenn die Jungtiere zur Welt kommen, ist Rücksicht geboten.
  • Wildtiere sollen nicht gefüttert werden, dies schadet ihnen mehr, als es hilft.
  • Wildtiere und ihre Behausungen (z.B. Fuchsbau, Dachsbau, Vogelnester, Eichhörnchennester) sollen nicht angefasst und schon gar nicht zerstört werden.

 

Darf man Pflanzen aus dem Wald mitnehmen?

  • Pilze, Beeren und Blumen dürfen mit Mass und für den Eigengebrauch gesammelt werden, wenn es sich nicht um geschützte Arten handelt.
  • Das Sammelgut muss zum Schutz vor Parasiten und Erregern wie Fuchsbandwurf gewaschen, geschält oder gekocht werden

 

Darf man Holz mitnehmen?

  • Liegendes Holz = Totholz und erfüllt eine wichtige Grundlage für den Wald und seine Bewohner, deshalb sollte dieses Holz liegen gelassen werden.
  • Es dürfen keine Bäume gefällt und kein aufbereitetes Brennholz mitgenommen werden, denn jeder Wald hat einen Eigentümer.

Sturmschäden: Wenn Winterstürme Bäume fällen

13.07.2018 / Nach der Schneeschmelze wird auch in den Gebirgswäldern deutlich, welche Schäden der Winter 2018 in den Schutzwäldern angerichtet hat. Vor allem der Sturm Burglind aber auch die grossen Schneemengen und Lawinen waren in den Wäldern des Forst Aletsch sehr aktiv beim Bäume fällen. Die Kosten für die Aufräumarbeiten sind besonders hoch, weil sich die Sturmschäden über grosse Flächen verteilen.

 

Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Sturmholz hat der Winter 2018 in den Schweizer Wäldern gefordert. Das entspricht einem Viertel der jährlichen Holzmenge, die in den Schweizer Wäldern wirtschaftlich genutzt wird. Der Sturm Burglind hat im Januar vor allem die Wälder der Voralpen in Mitleidenschaft gezogen. Doch auch in den Schutzwäldern des Forst Aletsch sind durch den Winter grosse Schäden entstanden.

 

Sturmschäden: Bäume fielen mitsamt Wurzeln

Zwar berichten die Forstarbeiter davon, dass viel von dem Sturmholz nicht nur als Brennholz genutzt werden könne. Grund: Viele der Bäume brachen nicht, wodurch der Stamm splittert und nur noch als Brennholz nutzbar ist. Vielmehr wurden sie oft mitsamt den Wurzeln gefällt. Das sorgte dafür, dass die Stämme ganz blieben und damit auch hochwertiges Holz liefern können.

Trotzdem ist der Schaden hoch. Denn Sturm und Winter sorgten nicht für flächige Schäden sondern für sogenannte Streuschäden. Die entwurzelten und umgeknickten Bäume verteilen sich nicht auf einen kleinen Raum, sondern über grosse Flächen. Das erschwert das Rüsten und den Abtransport der Stämme enorm und verursacht durch den Einsatz des Helikopters enorm hohe Kosten.

 

Grosser Einsatz der Forstbetriebe für die Schutzwälder

Zusätzliche Kosten, auf denen die Forstbetriebe sitzen bleiben, drohen. Denn zusätzliche Gelder für das Aufräumen der Sturmschäden wurden bis anhin vom Kanton nur zögerlich gesprochen. Beim Forst Aletsch decken diese zugesagten Kantonsgelder zurzeit nur gerade einen Viertel der geschätzten Zusatzkosten.

Nichts desto trotz kann man das Sturmholz nicht einfach als Totholz in den Wäldern liegen lassen. Denn die Gefahr, dass sich der Borkenkäfer durch die gefällten Stämme explosionsartig vermehrt und dadurch in den nächsten Jahren zusätzliche Schäden an gesunden Bäumen verursacht, ist zu gross.

Auch wenn es nicht möglich ist, alle Streuschaäden in den Wäldern rasch zu beheben: Wieder einmal stellen die Forstreviere unter Beweis, welchen Einsatz sie für die Schutzwälder der Region und damit für die Sicherheit der Verkehrswege und Siedlungen zu leisten bereit sind.

Baumpatenschaft verbindet Wald und Mensch

06.07.2018 / Knapp ein Jahr nach dem Start des Projektes «Baumpatenschaft» steht fest: Die Aktion ist ein voller Erfolg. Mehr als die Hälfte der ausgewählten Bäume haben bereits Paten gefunden. Dabei stehen Private genauso auf der Patenliste wie Unternehmen.

 

Ein Jahr ist es her, seit Forst Aletsch gemeinsam mit der Aletsch Arena die Idee «Baumpatenschaft» ins Leben gerufen hat. Für 29 Bäume rund um das Riederhorn und bei der Bettmeralp sollten Patinnen und Paten gefunden werden, welche die Bereitschaft haben, einem alten Baum für eine bestimmte Anzahl Jahre für einen Geldbetrag als Pate oder Patin zur Seite zu stehen.

 

Baumpatenschaft: 16 Bäume bereits vergeben

«Die Aktion ist ein voller Erfolg», freut sich Forst Aletsch Geschäftsführer Peter Aschilier. «Denn von den 29 Bäumen, die auf unserer Website für die Patenschaft zur Verfügung stehen, haben bereits deren 16 eine Baumpatenschaft gefunden». Ein Erfolg, den sich die Initianten zwar erhofft haben, mit dem aber in so kurzer Zeit nicht wirklich zu rechnen war. «Es scheint, als ob wir mit dieser Idee ein besonderes Bedürfnis abdecken», so Aschilier. «Die alten Bäume scheinen die Menschen zu bewegen, etwas für die Natur und deren Erhalt zu tun.»

 

Baumpatenschaft für 10 und 25 Jahre

Dabei darf sich dieses «Etwas» durchaus sehen lassen. Denn für eine 10-jährige Baumpatenschaft sind 1000 Franken fällig, für 25 Jahre sind die Paten bereit, 2500 Franken einzusetzen. «Geld, das vollumfänglich in den Erhalt der Artenvielfalt in der Region fliesst, in denen die Patenbäume stehen», erklärt Peter Aschilier.

Damit erhalten Paten nicht nur das Recht auf die Baumpatenschaft. Im Preis sind verschiedene weitere Leistungen enthalten wie Namensplakette, Urkunde, geführter Baumbesuch, Imbiss, Jubiläumsveranstaltungen u.a.m.

 

Beziehung zum Wald aufbauen

Der Nebeneffekt besteht darin, dass die Baumpaten in der Regel eine engere Beziehung zum Wald, zu dessen Funktionen und Bedeutung entwickeln. «Ein sehr wichtiger Punkt», so Aschilier. «Denn der Wald hat zu wenig Fürsprecher. Gerade in einer Zeit, in der Klimawandel und hoher Wildbestand die Schutzwälder stark unter Druck setzen ist es besonders wichtig, dass sich möglichst viele Menschen für den Wald einsetzen.» Denn klar sei, dass ein Leben in den Gebirgsgegenden ohne Schutzwälder ein Ding der Unmöglichkeit sei, so der Förster.

Noch sind ein paar der Bäume für eine Patenschaft offen. Hier anschauen, auswählen und schon nimmt man einen Baum unter seine Fittiche!

Foto-Wettbewerb Forst Aletsch zum Thema «Waldbewohner»

Wer mit offenen Augen und wachem Sinn durch den Wald geht, erlebt beeindruckende Begegnungen mit den Bewohnern des Waldes. Der Foto-Wettbewerb des Forst Aletsch fordert Sie als Waldbesucher auf, im Wald auf Entdeckungsreise zu gehen und die zahlreichen grossen und kleinen Bewohner des Waldes im Foto festzuhalten. Es winken tolle Preise!

 

 

Kamera bereit, Augen auf: Das ist alles, was es braucht, um am Foto-Wettbewerb des Forst Aletsch teilzunehmen. Bis im kommenden Spätherbst bietet sich allen die Möglichkeit, Bilder von Waldbewohnern jeglicher Art zu machen und diese unter info@forstaletsch.ch einzusenden.

 

Der Siegerin oder dem Sieger winkt ein toller Preis! Wessen Bild die Jury auf den ersten Platz setzt, kann sich den Preis auswählen:

  • Entweder ein I-Pad…
  • …oder eine Sitzbank Modell «Picknick» des Forst Aletsch…
  • …oder ein Holzpferd als Kinderattraktion für den eigenen Garten.

 

Einsendeschluss ist der 18. November 2018. Die Preisübergabe an die Siegerin oder den Sieger wird anlässlich des Adventsmarktes 2018 Ende November in Fiesch über die Bühne gehen.

Und jetzt gilt: Achtung, fertig, knipsen!

Wald und Wild: Wenn das Gleichgewicht gestört ist!

Wald und Wild: Nur ein gesunder Wald kann seine Funktion als Schutzwald und als Lebensraum für das Wild erfüllen. Ist zu viel Wild im Wald, kann er sich nicht mehr natürlich verjüngen und verliert rasch seine Funktion: als Schutzwald und als Wildeinstand. Der Mensch ist gezwungen, mit kostenintensiven Massnahmen einzugreifen. Wie wichtig das Gleichgewicht zwischen Wild und Wald ist, zeigt sich am Beispiel des Riederwaldes oberhalb von Ried Mörel und des Hohflüewaldes oberhalb von Bitsch.

 

Download der Gesamtstudie (PDF)

Download Kurzfassung der Studie (PDF)

 

 

Eine ausführliche Studie im Auftrag des Forsts Aletsch zum Thema Wald und Wild bringt es an den Tag: Die Schutzwaldfunktion vor Steinschlag, Lawinen und Murgängen oberhalb der Dorfschaften Ried-Mörel und Bitsch im Riederwald und im Hohflüewald ist stark geschwächt. Grund ist der zu hohe Wildbestand, der durch starke Verbissschäden die natürliche und lebenswichtige Verjüngung des Schutzwaldes seit Jahren verhindert. Dies legen die ausgewiesenen Fachleute Nora Zürcher-Gasser und Monika Frehner in einem Bericht dar.

 

Wald und Wild: Verbissschäden sind zu hoch

Vor allem im Winter stehen die nach Süden exponierten Wälder unter starkem Druck. Denn Hirsche, Rehe und Gämsen ernähren sich in dieser Zeit vorwiegend von den Knospen und Trieben junger Bäume. Dies wird als «Verbiss» bezeichnet. In naturnahen Wäldern ist dies ein normaler Vorgang. Wenn aber zu viel Wild über einen zu langen Zeitraum in einem Gebiet auftritt, kann sich der Wald nicht mehr eigenständig verjüngen. Innert weniger Jahrzehnte fehlt es an Bäumen, die den Waldbestand und die Waldleistungen, wie z.B. den Lawinenschutz, sicherstellen können, wenn die grossen Bäume an ihr Lebensende kommen.

Für den Riederwald und den Hohflüewald kommt die Studie zum Thema Wald und Wild konkret zum Schluss, dass sich der Wald trotz forstlicher Massnahmen mit der Schaffung künstlicher Lücken im Wald und dem Bau von Lawinenverbauungen nicht mehr selber verjüngen konnte. Das zu zahlreiche Wild hat dies verhindert. Die Folgen: Der Wald ist überaltert und die jungen Bäume fehlen ganz. Der Wald kann die Funktion der in den 90er Jahren erbauten Lawinenverbauungen nicht übernehmen. Das heisst auch, das diese Lawinenverbauungen bald einmal für viel Geld ersetzt werden müssen.

 

 

Arbeit des Forsts wird zunichte gemacht

Während also der Forst bestrebt ist, die Verjüngung der Wälder und die Förderung der Artenvielfalt durch gezielte forstliche Massnahmen zu verstärken, macht zu hoher Verbiss der jungen Bäume diese Arbeit rasch zunichte. Die Folge: Der Forst müsste zusätzliche Massnahmen wie Pflanzungen, Schutzzäune für einzelne Bäumchen, Lawinen und Steinschlagverbauungen und sogar die Absperrung ganzer Waldstriche durch Wildschutzzäune ins Auge fassen. Massnahmen, die kostenmässig kräftig zu Buche schlagen.

 

Entweder mehr Geld oder weniger Wild

Denn die zwei Waldspezialistinnen gehen in ihrem Bericht noch einen entscheidenden Schritt weiter. Mithilfe einer neuen Bewertungsmethode berechneten Sie die Mehrkosten, die in den nächsten 50 Jahren durch die Verbissschäden des Wildes entstehen werden, wenn die lebenswichtige Verjüngung des überalterten Schutzwaldes durch zusätzliche forstliche Eingriffe und Baumassnahmen erhalten werden muss.

Die zwei Wissenschaftlerinnen kommen dabei auf Mehrkosten von 4,4 Millionen Franken für die zwei Waldgebiete mit rund 190 Hektaren Fläche. Auch wenn der Einfluss des hohen Wildbestandes nicht in allen Schutzwäldern des Forst Aletsch gleich hoch ist: Mit einer Waldfläche im Forst Aletsch von 3700 Hektaren und einem Schutzwaldanteil von über 80 Prozent ergibt dies auch vorsichtig hochgerechnet einen Betrag von dutzenden Millionen Franken für die nächsten 50 Jahre.

Das Fazit der Autorinnen ist denn auch entsprechend deutlich. Erstens entstehen dem Forst Mehrkosten, die er unmöglich aus eigener Tasche und mit dem Verkauf von Holz erwirtschaften kann. Zweitens erhöhen sich die Risiken bezüglich Naturgefahren in dem Gebiet, die der öffentlichen Hand in den nächsten 50 Jahren zusätzliche hohe Kosten verursachen werden. Die Autorinnen zeigen aber auch einen Ausweg auf: «Diese Kosten können teilweise noch vermieden werden, wenn die Verbissbelastung schnell sehr deutlich gesenkt werden kann.»

„Die Arbeit mit Rundholz ist einfach fantastisch!“

Mit Rundholz wird nur in Kanada gearbeitet? Vergessen Sie’s! Denn auch unsere Walliser Vorfahren haben viel mit Rundholz gebaut. Wir haben’s bloss vergessen.

 

Mario Heinzmann liebt Holz. Was bei seinem Beruf als Förster nicht weiter verwundert. Nur: Seine Liebe geht etwas weiter. „Ich habe bei der Försterausbildung ein Haus aus Rundholz gesehen und habe mich direkt in diese Arbeitsweise verliebt.“ Kurz gesagt: Er ging nach Kanada und liess sich dort zum Rundholzspezialisten ausbilden. Heute bewohnt er selbst mit seiner Familie ein solches Haus und schwärmt: „Die Atmosphäre ist einmalig und sie können es in Bezug auf die Isolationswerte mit jedem anderen Haus aufnehmen.“

 

Ideal für Spielplatz und Co.

Doch Rundholz hat noch viel mehr Möglichkeiten. Denn die Tatsache, dass das Holz seine ursprüngliche Form beibehält und nur minim bearbeitet wird, lässt dem Produkt seine natürliche Schönheit. Ob Hausbau, Blumentröge, Brunnen, Zäune: „Die Arbeit mit Rundholz ist fantastischl!“, so Heinzmann, der beim Forst Aletsch so etwas wie der „Rundholz-Guru“ ist. Besonders beim Bau von Spielplatzgeräten und Seilparks ermöglicht Rundholz völlig neue Möglichkeiten. Die Geräte werden durch die natürliche Form der Stämme zu einer Art Skulptur. „Die Geräte sind nicht einfach Plastikbauten sondern der Bezug zur Natur und zum Rohstoff Holz ist auf einen Blick ersichtlich. Es ist, also ob der Kinderspielplatz oder der Seilpark, ein Teil der umgebenden Bäume ist.“

 

Rundholz hält ewig

Zudem: Der natürliche Baustoff Holz muss auch nicht irgendwann auf einer Sonderdeponie entsorgt werden. Und wie schneiden diese Rundholzspielgeräte bezüglich der Lebensdauer im Vergleich zu Stahl oder Kunststoff ab? Mario: „Das älteste Haus Sibiriens ist ein Rundholzbau, der Erdbeben und Unwettern seit Jahrhunderten trotzt.“ Oder anders gesagt: Spielspass, der aus dem Wald kommt, findet fast kein Ende…

 

Der Wald: Nummer 1 im Schutz vor Lawinen

Der aktuell schneereiche Winter zeigt: Der Wald funktioniert als Schutz vor Lawinen und anderen Naturgefahren bestens! Beton und Stahl haben in Sachen Schutzfunktion keine Chance gegen einen gesunden und gepflegten Schutzwald.

 

In den Diskussionen um den Schutz vor Naturgefahren wie Lawinen, Erdrutschen, Steinschlägen und Murgängen im laufenden Winter wurde der wirksamste Schutz vor diesen Gefahren kaum erwähnt: der Wald. Obwohl mittlerweile jedem Schulkind klar ist, dass sich das Klima verändert und Wetterextreme auch in unserer Region immer häufiger auftreten, bleibt der Wald in dieser Diskussion weitgehend auf der Strecke. Zu unrecht!

 

Der Wald verhindert Schlimmeres

Denn es ist offensichtlich: Ohne die funktionierenden Schutzwälder wären die Auswirkungen der grossen Schneemengen dieses Winters verheerend für die Bergdörfer und die Verkehrswege. Dank des Schutzes, den der Gebirgswald bietet, blieben die Schäden überschaubar, die Gefahren kalkulierbar.

Im Frühjahr werden die Bergwälder sogar die tieferliegenden Regionen und das Flachland vor Naturgefahren schützen. Denn es drohen mögliche Hochwasser, wenn im Frühling die Schneeschmelze einsetzt und gleichzeitig Regen bis in grosse Höhen fällt. Der Wald nimmt das meiste Wasser auf, speichert es, gibt es nur allmählich wieder ab und verhindert so einen übermässigen Wasserabfluss, der Überschwemmungen verursachen könnte.

 

Politik interessiert sich nicht für den Wald

Trotz all dieser grossartigen Leistungen für unser aller Sicherheit, welche die Schutzwälder diesen Winter unter Beweis stellen, wird der Wald als Beschützer regelmässig totgeschwiegen. Viel schlimmer noch: Seit Jahren sinken die staatlichen Beiträge an die Schutzwaldpflege bedenklich. Pro gepflegter Hektare Schutzwald werden zur Zeit 9000 Franken Subventionen bezahlt. Dieser Betrag lag vor ein paar Jahren noch bei rund 12000 Franken. Die Folge: Die Schutzwälder im Kanton Wallis können nur rund alle 100 Jahre einem verjüngenden Eingriff unterzogen werden. Viel zu wenig im Vergleich zur fortschreitenden Klimaveränderung, die auch unsere Schutzwälder zusehends unter Stress setzt.

Der Grund: Die Schutzwaldpflege hat einen sehr langfristigen Charakter. Was heute gemacht oder eben mangels Geld unterlassen wird, zeigt seine Wirkung erst in 50 Jahren. Derart langfristiges Denken lässt sich in dem alle vier Jahre wiederkehrenden Rummel mit Namen «Wahlkampf» nicht publikums- und medienwirksam verkaufen. Gewählt wird, wer in Beton und Eisen investiert, statt zur Natur und der Pflege des Waldes Sorge zu tragen.

 

Umdenken dringend nötig

Aus Sicht der Wälder ist es höchste Zeit umzudenken und dem Schutzwald seine grosse Bedeutung im Kampf gegen Naturgefahren wieder zuzugestehen; in der Diskussion genauso wie beim Öffnen des Geldbeutels. Das gilt nicht nur für die Politik und für die Staatskasse. Das gilt auch für privaten Bauherren, die lieber auf billiges Importholz setzen statt die Pflege des lebenswichtigen Schutzwaldes mit dem Kauf einheimischen Holzes zu unterstützen, das nur unwesentlich teurer ist, als die ausländischen Konkurrenzprodukte.  Wir dürfen nicht vergessen: Auch künftige Generationen können auf den Schutz des Waldes für Naturgefahren nicht verzichten!

Schindeln – Brennholz und noch vieles mehr

Sie sind der Meinung, dass im Forstrevier nur Bäume gefällt und gepflanzt werden? Höchste Zeit ihre Meinung zu ändern.

 

Früher beschränkte sich die Tätigkeit eines Forstreviers ausschliesslich auf die Arbeit im Wald. Heute wird neben der Holzgewinnung auch die Weiterverarbeitung des Rohstoffs Holz innerhalb des Forstreviers vorangetrieben.

 

Vom Brennholz

Der klassische Fall ist dabei die Aufbereitung und Lieferung von Brennholz aus den heimischen Wäldern. Dabei kann der Kunde je nach Wunsch zwischen Rundholz, grob gespaltenem und ofenfertig aufbereitetem Holz für den Kamin wählen – und das aus verschiedenen Holzarten von Fichte bis Buche.

 

…über Schindeln

Immer mehr Bedeutung erhält auch wieder das alte Walliser Schindeldach. Lange Zeit wurde es als unmodern verschmäht. Heute besinnt man sich der alten Stärken der Schindeldächer, die nicht nur toll aussehen, sondern den harten Witterungsbedingungen in den Bergen am längsten trotzen. Ein Schindeldach hält ewig. Wichtig dabei: Es muss sich um gespaltene Lärchenschindeln handeln. Im Gegensatz zu den industriell gesägten Schindeln sind die gespaltenen um ein vielfaches widerstandsfähiger. Auch in Verbindung mit moderner Architektur sind Schindeln ein wahrer Hingucker.

 

…bis zu Gartenmöbeln

Das aus heimischem Holz auch prächtige Sitzbänke und Tische gefertigt werden können, stellt das Forst Aletsch tatkräftig unter Beweis. Die massiven lärchenen Gartenmöbel sind unverwüstlich und bilden in jedem Garten einen Blickfang. Holztröge und Walliserzäune runden das Angebot an Holzprodukten von Forst Aletsch ab.

 

Dienstleister Forst Aletsch

Schliesslich setzt sich das Forstrevier als Dienstleister für die Allgemeinheit ein. Müssen Bäume in Hausnähe oder an heiklen Stellen gefällt werden, reicht ein Anruf und die Fachleute von Forst Aletsch fällen jeden Baum. Und zwar so, dass während das eigene Hausdach noch der Mercedes des Nachbarn zu Schaden kommt.

 

Anruf genügt

Für weitere Infos reicht ein Anruf unter 027 971 30 07 oder schreiben Sie uns eine E-Mail info@forstaletsch.ch.

Möchten Sie über neue Produkte, unsere Tätigkeiten oder was grad so aktuell bei uns läuft informiert werden? Auch über Facebook (forstaletsch.ch) sind sie immer auf dem aktuellsten Stand.

 

Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018

Betriebsferien

 

Forst Aletsch bleibt vom 25.12.2017 – 14.01.2018 geschlossen.

 

Wir danken für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

 

Frisch erholt und voller Tatendrang sind wir ab dem 15.01.2018 wieder zurück.

 

Mondholz schickt Bibliotheken auf Reisen

18. Dez. 2017 / Was verbindet einen Professor, Holzkisten, Mondholz und Forst Aletsch? Die Antwort heisst Karybook. Jetzt ist aber alles klar!

 

Förster Peter Aschilier lacht. «Klar ist damit noch gar nichts! Denn die Geschichte muss etwas weiter gefasst werden.» Was heisst? «Der Forst und das Mondholz sind quasi die letzten Puzzleteile in einer langen Entwicklung einer einfachen aber genialen Idee.» Eine Idee, die vom ehemaligen Professor der ETH Lausanne, dem Kunsthistoriker Pierre Frey, stammt.

 

Einkaufstüte mit Weinkiste kreuzen

Am Anfang der Idee stand der Zügelstresse, den insbesondere der Transport von Büchern verursacht. Pierre Frey: «Der Umzug einer Bibliothek ist ein Albtraum. Was vorher genau sortiert und schnell auffindbar war, muss auseinandergezerrt, gestapelt, verpackt, transportiert und neu einsortiert werden.» Das musste in seinen Augen auch einfacher gehen! «Einfacher heisst in diesem Fall, dass das Bücherregal nicht nur Aufbewahrungsort sondern gleichzeitig auch Transportgefäss ist. Aus diesem Gedanken entstand KARYBOOK», so Frey.

Der Begriff setzt sich aus dem Englischen «carry a book», also «ein Buch transportieren» zusammen und bedeutet, so Pierre Frey: «Die Idee besteht darin, eine Einkaufstüte und eine Weinkiste zu kreuzen. Das Buchregal muss so konzipiert sein, dass es zerlegt werden kann, ohne dass die Bücher rausgenommen werden müssen. Die Einzelteile des Regals dienen einfach als Transportkisten. Deckel mit Tragegriff drauf und die Bibliothek ist verpackt!»

 

Mondholz macht’s möglich

Mit anderen Worten: KARYBOOK ist ein modulares Bücherregal, das aus verschiedenen Kisten besteht, die frei miteinander kombiniert und aufeinandergestapelt werden können. Zieht man um, befestigt man einen Deckel mit Lederband als Griff auf jeder Kiste und schon ist gepackt. Praktisch ist die Idee übrigens auch, wenn man seine Bibliothek neu sortieren und einordnen will. Man stellt die Kisten einfach um.

Jetzt kommt der Forst Aletsch ins Spiel. Denn das «Kisten-Bücherregal» CARYBOOK besteht aus nur gerade zehn Millimeter dicken, massiven Holzplanken, die leicht sind aber trotzdem ewig halten sollen. Die Frage war also, wie und wo man leichtes Holz mit hoher Stabilität und langer Haltbarkeit herbekommt? Die Antwort darauf weiss Förster Peter Aschilier: «Mondholz aus dem Gebirgswald?»

 

Was lange währt, wird besser

Holz aus Gebirgswäldern wächst langsam, ist sogenannt feinjährig, also mit kleinen Wachstumsringen versehen. Das macht das Holz besonders stabil und strapazierfähig. «Um diesen Effekt noch zu verstärken, wurden die Bäume im Gebirgswald im Lengtal am 4. und 5. Dezember direkt nach dem Vollmond gefällt und bleiben den ganzen Winter über mitsamt den Ästen im Wald liegen», erklärt Peter Aschilier. «Das entzieht dem Holz sehr viel Wasser. Dieses dadurch noch widerstandsfähigere Holz wird als Mondholz bezeichnet.»

Im Frühjahr werden die Bäume im Lengtal bei Grengiols aus dem Wald geholt und dann zu den Brettern verarbeitet, aus denen die CARYBOOK-Kisten entstehen werden. Das verbindet einen Professor, Holzkisten, Mondholz und Forst Aletsch miteinander. Ab März 2018 werden die «Bücherkisten» in verschiedenen Buchhandlungen zum Verkauf angeboten.

Verkauf von Schweizer Weihnachtsbäumen

Wir verkaufen erstklassige Weihnachtsbäume

Schweizer Nordmannstannen (1. Qualität) beim Werkhof Forst Aletsch, im Fieschertal

 

15. Dezember 2017

18. / 19. und 21. / 22. Dezember 2017

 

jeweils von 7.30 – 16.00 Uhr

 

150 – 200 cm  (Fr. 70.–)

200 – 250 cm  (Fr. 90.–)

 

Heimlieferung Fr. 15.–

 

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Fotowettbewerb: Kleine Arve ist die Grösste

Eine kleine Arve vor dem Aletschgletscher: Dieses Sujet holt den ersten Preis beim Fotowettbewerb von Forst Aletsch.

 

Das Siegerbild: Arve vor Aletschgletscher von Chantal Stucky.

 

Seit Spätsommer hatten Interessierte Gelegenheit, Fotos über Facebook oder die Webseite von Forst Aletsch für einen Wettbewerb einzureichen. Die Aufgabe für die Fotografen war klar: Einen Baum oder Wald möglichst perfekt in einem Foto zu verewigen. Rund zwei Dutzend Bilder zum Thema «Bäume» kamen in die engere Auswahl beim Fotowettbewerb von Forst Aletsch.

 

Junge Fotografin setzt sich durch

Die Jury war sich einig: Das Bild von Chantal Stucky von der Bettmeralp schaffte es auf beeindruckende Art und Weise, die Schönheit eines Baumes und seinen unbändigen Lebenswillen ins richtige Licht zu rücken. Hauptdarstellerin für die junge Fotografin war eine kleine aber trotzdem alte Arve auf rund 2200 Metern über Meer. Nebendarsteller war der Aletschgletscher. Dass das Foto nicht nur mit seiner Bildkomposition überzeugt, sondern auch technisch auf höchstem Niveau angesiedelt ist, kommt nicht von ungefähr. «Ich bin seit 2015 im Oberwallis als freischaffende Fotografin tätig. Dabei spielt neben der Portraitfotografie die Natur rund um mich herum eine wichtige Rolle», erklärt die aufstrebende Fotografin. Als ersten Preis konnte sie ein IPhone der neusten Generation in Empfang nehmen. Auf den weiteren Rängen liegen Vreni Imhof und Philipp Bortis.

 

Mit offenen Augen durch den Wald gehen

«Selbst kleinste Arven können in dieser Höhe Jahrzehnte auf dem Buckel haben und wüssten schon sehr viel zu erzählen» erklärt Förster Peter Aschilier. Womit auch gleich das Hauptziel des Wettbewerbs erklärt ist: die Leute für den Wald, die Bäume und deren Anliegen zu sensibilisieren. «Denn der Wald ist nicht nur Erholungs- und Freizeitraum. Er ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und er ist der beste Schutz für den Menschen vor vielerlei Naturgefahren», so Peter Aschilier. «Es lohnt sich, mit offenen Augen und mit viel Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge durch den Wald zu gehen.»

 

Baumpatenschaft in der Aletsch Arena

Der Wettbewerb entstand in Zusammenarbeit mit der Aletscharena, auf deren Einzugsgebiet grosse Teile der Wälder liegen, die Forst Aletsch bewirtschaftet. Auch für die Aletsch Arena ist klar, welche Bedeutung die Naturwerte der Wälder für den Tourismus und die Sicherheit in der Region haben. Deshalb arbeitet man auch in einem zweiten Projekt enge mit dem Forst zusammen: der Baumpatenschaft. Peter Aschilier: «Wer Lust hat, kann für einen Baum rund um das Riederhorn oder auf der Bettmeralp eine solche Patenschaft erstehen. Mit dem Geld fördern wir die Artenvielfalt in der Region.»

 

Die weiteren Bilder:

 

2.RANG: Vreni Imhof mit „Alter Kirschbaum“.

 

3.RANG: Philipp Bortis mit „Herbstlicher Binnwald im Abendlicht“.

 

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