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Wald und Wild: Wenn das Gleichgewicht gestört ist!

Wald und Wild: Nur ein gesunder Wald kann seine Funktion als Schutzwald und als Lebensraum für das Wild erfüllen. Ist zu viel Wild im Wald, kann er sich nicht mehr natürlich verjüngen und verliert rasch seine Funktion: als Schutzwald und als Wildeinstand. Der Mensch ist gezwungen, mit kostenintensiven Massnahmen einzugreifen. Wie wichtig das Gleichgewicht zwischen Wild und Wald ist, zeigt sich am Beispiel des Riederwaldes oberhalb von Ried Mörel und des Hohflüewaldes oberhalb von Bitsch.

 

Download der Gesamtstudie (PDF)

Download Kurzfassung der Studie (PDF)

 

 

Eine ausführliche Studie im Auftrag des Forsts Aletsch zum Thema Wald und Wild bringt es an den Tag: Die Schutzwaldfunktion vor Steinschlag, Lawinen und Murgängen oberhalb der Dorfschaften Ried-Mörel und Bitsch im Riederwald und im Hohflüewald ist stark geschwächt. Grund ist der zu hohe Wildbestand, der durch starke Verbissschäden die natürliche und lebenswichtige Verjüngung des Schutzwaldes seit Jahren verhindert. Dies legen die ausgewiesenen Fachleute Nora Zürcher-Gasser und Monika Frehner in einem Bericht dar.

 

Wald und Wild: Verbissschäden sind zu hoch

Vor allem im Winter stehen die nach Süden exponierten Wälder unter starkem Druck. Denn Hirsche, Rehe und Gämsen ernähren sich in dieser Zeit vorwiegend von den Knospen und Trieben junger Bäume. Dies wird als «Verbiss» bezeichnet. In naturnahen Wäldern ist dies ein normaler Vorgang. Wenn aber zu viel Wild über einen zu langen Zeitraum in einem Gebiet auftritt, kann sich der Wald nicht mehr eigenständig verjüngen. Innert weniger Jahrzehnte fehlt es an Bäumen, die den Waldbestand und die Waldleistungen, wie z.B. den Lawinenschutz, sicherstellen können, wenn die grossen Bäume an ihr Lebensende kommen.

Für den Riederwald und den Hohflüewald kommt die Studie zum Thema Wald und Wild konkret zum Schluss, dass sich der Wald trotz forstlicher Massnahmen mit der Schaffung künstlicher Lücken im Wald und dem Bau von Lawinenverbauungen nicht mehr selber verjüngen konnte. Das zu zahlreiche Wild hat dies verhindert. Die Folgen: Der Wald ist überaltert und die jungen Bäume fehlen ganz. Der Wald kann die Funktion der in den 90er Jahren erbauten Lawinenverbauungen nicht übernehmen. Das heisst auch, das diese Lawinenverbauungen bald einmal für viel Geld ersetzt werden müssen.

 

 

Arbeit des Forsts wird zunichte gemacht

Während also der Forst bestrebt ist, die Verjüngung der Wälder und die Förderung der Artenvielfalt durch gezielte forstliche Massnahmen zu verstärken, macht zu hoher Verbiss der jungen Bäume diese Arbeit rasch zunichte. Die Folge: Der Forst müsste zusätzliche Massnahmen wie Pflanzungen, Schutzzäune für einzelne Bäumchen, Lawinen und Steinschlagverbauungen und sogar die Absperrung ganzer Waldstriche durch Wildschutzzäune ins Auge fassen. Massnahmen, die kostenmässig kräftig zu Buche schlagen.

 

Entweder mehr Geld oder weniger Wild

Denn die zwei Waldspezialistinnen gehen in ihrem Bericht noch einen entscheidenden Schritt weiter. Mithilfe einer neuen Bewertungsmethode berechneten Sie die Mehrkosten, die in den nächsten 50 Jahren durch die Verbissschäden des Wildes entstehen werden, wenn die lebenswichtige Verjüngung des überalterten Schutzwaldes durch zusätzliche forstliche Eingriffe und Baumassnahmen erhalten werden muss.

Die zwei Wissenschaftlerinnen kommen dabei auf Mehrkosten von 4,4 Millionen Franken für die zwei Waldgebiete mit rund 190 Hektaren Fläche. Auch wenn der Einfluss des hohen Wildbestandes nicht in allen Schutzwäldern des Forst Aletsch gleich hoch ist: Mit einer Waldfläche im Forst Aletsch von 3700 Hektaren und einem Schutzwaldanteil von über 80 Prozent ergibt dies auch vorsichtig hochgerechnet einen Betrag von dutzenden Millionen Franken für die nächsten 50 Jahre.

Das Fazit der Autorinnen ist denn auch entsprechend deutlich. Erstens entstehen dem Forst Mehrkosten, die er unmöglich aus eigener Tasche und mit dem Verkauf von Holz erwirtschaften kann. Zweitens erhöhen sich die Risiken bezüglich Naturgefahren in dem Gebiet, die der öffentlichen Hand in den nächsten 50 Jahren zusätzliche hohe Kosten verursachen werden. Die Autorinnen zeigen aber auch einen Ausweg auf: «Diese Kosten können teilweise noch vermieden werden, wenn die Verbissbelastung schnell sehr deutlich gesenkt werden kann.»

„Die Arbeit mit Rundholz ist einfach fantastisch!“

Mit Rundholz wird nur in Kanada gearbeitet? Vergessen Sie’s! Denn auch unsere Walliser Vorfahren haben viel mit Rundholz gebaut. Wir haben’s bloss vergessen.

 

Mario Heinzmann liebt Holz. Was bei seinem Beruf als Förster nicht weiter verwundert. Nur: Seine Liebe geht etwas weiter. „Ich habe bei der Försterausbildung ein Haus aus Rundholz gesehen und habe mich direkt in diese Arbeitsweise verliebt.“ Kurz gesagt: Er ging nach Kanada und liess sich dort zum Rundholzspezialisten ausbilden. Heute bewohnt er selbst mit seiner Familie ein solches Haus und schwärmt: „Die Atmosphäre ist einmalig und sie können es in Bezug auf die Isolationswerte mit jedem anderen Haus aufnehmen.“

 

Ideal für Spielplatz und Co.

Doch Rundholz hat noch viel mehr Möglichkeiten. Denn die Tatsache, dass das Holz seine ursprüngliche Form beibehält und nur minim bearbeitet wird, lässt dem Produkt seine natürliche Schönheit. Ob Hausbau, Blumentröge, Brunnen, Zäune: „Die Arbeit mit Rundholz ist fantastischl!“, so Heinzmann, der beim Forst Aletsch so etwas wie der „Rundholz-Guru“ ist. Besonders beim Bau von Spielplatzgeräten und Seilparks ermöglicht Rundholz völlig neue Möglichkeiten. Die Geräte werden durch die natürliche Form der Stämme zu einer Art Skulptur. „Die Geräte sind nicht einfach Plastikbauten sondern der Bezug zur Natur und zum Rohstoff Holz ist auf einen Blick ersichtlich. Es ist, also ob der Kinderspielplatz oder der Seilpark, ein Teil der umgebenden Bäume ist.“

 

Rundholz hält ewig

Zudem: Der natürliche Baustoff Holz muss auch nicht irgendwann auf einer Sonderdeponie entsorgt werden. Und wie schneiden diese Rundholzspielgeräte bezüglich der Lebensdauer im Vergleich zu Stahl oder Kunststoff ab? Mario: „Das älteste Haus Sibiriens ist ein Rundholzbau, der Erdbeben und Unwettern seit Jahrhunderten trotzt.“ Oder anders gesagt: Spielspass, der aus dem Wald kommt, findet fast kein Ende…

 

Der Wald: Nummer 1 im Schutz vor Lawinen

Der aktuell schneereiche Winter zeigt: Der Wald funktioniert als Schutz vor Lawinen und anderen Naturgefahren bestens! Beton und Stahl haben in Sachen Schutzfunktion keine Chance gegen einen gesunden und gepflegten Schutzwald.

 

In den Diskussionen um den Schutz vor Naturgefahren wie Lawinen, Erdrutschen, Steinschlägen und Murgängen im laufenden Winter wurde der wirksamste Schutz vor diesen Gefahren kaum erwähnt: der Wald. Obwohl mittlerweile jedem Schulkind klar ist, dass sich das Klima verändert und Wetterextreme auch in unserer Region immer häufiger auftreten, bleibt der Wald in dieser Diskussion weitgehend auf der Strecke. Zu unrecht!

 

Der Wald verhindert Schlimmeres

Denn es ist offensichtlich: Ohne die funktionierenden Schutzwälder wären die Auswirkungen der grossen Schneemengen dieses Winters verheerend für die Bergdörfer und die Verkehrswege. Dank des Schutzes, den der Gebirgswald bietet, blieben die Schäden überschaubar, die Gefahren kalkulierbar.

Im Frühjahr werden die Bergwälder sogar die tieferliegenden Regionen und das Flachland vor Naturgefahren schützen. Denn es drohen mögliche Hochwasser, wenn im Frühling die Schneeschmelze einsetzt und gleichzeitig Regen bis in grosse Höhen fällt. Der Wald nimmt das meiste Wasser auf, speichert es, gibt es nur allmählich wieder ab und verhindert so einen übermässigen Wasserabfluss, der Überschwemmungen verursachen könnte.

 

Politik interessiert sich nicht für den Wald

Trotz all dieser grossartigen Leistungen für unser aller Sicherheit, welche die Schutzwälder diesen Winter unter Beweis stellen, wird der Wald als Beschützer regelmässig totgeschwiegen. Viel schlimmer noch: Seit Jahren sinken die staatlichen Beiträge an die Schutzwaldpflege bedenklich. Pro gepflegter Hektare Schutzwald werden zur Zeit 9000 Franken Subventionen bezahlt. Dieser Betrag lag vor ein paar Jahren noch bei rund 12000 Franken. Die Folge: Die Schutzwälder im Kanton Wallis können nur rund alle 100 Jahre einem verjüngenden Eingriff unterzogen werden. Viel zu wenig im Vergleich zur fortschreitenden Klimaveränderung, die auch unsere Schutzwälder zusehends unter Stress setzt.

Der Grund: Die Schutzwaldpflege hat einen sehr langfristigen Charakter. Was heute gemacht oder eben mangels Geld unterlassen wird, zeigt seine Wirkung erst in 50 Jahren. Derart langfristiges Denken lässt sich in dem alle vier Jahre wiederkehrenden Rummel mit Namen «Wahlkampf» nicht publikums- und medienwirksam verkaufen. Gewählt wird, wer in Beton und Eisen investiert, statt zur Natur und der Pflege des Waldes Sorge zu tragen.

 

Umdenken dringend nötig

Aus Sicht der Wälder ist es höchste Zeit umzudenken und dem Schutzwald seine grosse Bedeutung im Kampf gegen Naturgefahren wieder zuzugestehen; in der Diskussion genauso wie beim Öffnen des Geldbeutels. Das gilt nicht nur für die Politik und für die Staatskasse. Das gilt auch für privaten Bauherren, die lieber auf billiges Importholz setzen statt die Pflege des lebenswichtigen Schutzwaldes mit dem Kauf einheimischen Holzes zu unterstützen, das nur unwesentlich teurer ist, als die ausländischen Konkurrenzprodukte.  Wir dürfen nicht vergessen: Auch künftige Generationen können auf den Schutz des Waldes für Naturgefahren nicht verzichten!

Schindeln – Brennholz und noch vieles mehr

Sie sind der Meinung, dass im Forstrevier nur Bäume gefällt und gepflanzt werden? Höchste Zeit ihre Meinung zu ändern.

 

Früher beschränkte sich die Tätigkeit eines Forstreviers ausschliesslich auf die Arbeit im Wald. Heute wird neben der Holzgewinnung auch die Weiterverarbeitung des Rohstoffs Holz innerhalb des Forstreviers vorangetrieben.

 

Vom Brennholz

Der klassische Fall ist dabei die Aufbereitung und Lieferung von Brennholz aus den heimischen Wäldern. Dabei kann der Kunde je nach Wunsch zwischen Rundholz, grob gespaltenem und ofenfertig aufbereitetem Holz für den Kamin wählen – und das aus verschiedenen Holzarten von Fichte bis Buche.

 

…über Schindeln

Immer mehr Bedeutung erhält auch wieder das alte Walliser Schindeldach. Lange Zeit wurde es als unmodern verschmäht. Heute besinnt man sich der alten Stärken der Schindeldächer, die nicht nur toll aussehen, sondern den harten Witterungsbedingungen in den Bergen am längsten trotzen. Ein Schindeldach hält ewig. Wichtig dabei: Es muss sich um gespaltene Lärchenschindeln handeln. Im Gegensatz zu den industriell gesägten Schindeln sind die gespaltenen um ein vielfaches widerstandsfähiger. Auch in Verbindung mit moderner Architektur sind Schindeln ein wahrer Hingucker.

 

…bis zu Gartenmöbeln

Das aus heimischem Holz auch prächtige Sitzbänke und Tische gefertigt werden können, stellt das Forst Aletsch tatkräftig unter Beweis. Die massiven lärchenen Gartenmöbel sind unverwüstlich und bilden in jedem Garten einen Blickfang. Holztröge und Walliserzäune runden das Angebot an Holzprodukten von Forst Aletsch ab.

 

Dienstleister Forst Aletsch

Schliesslich setzt sich das Forstrevier als Dienstleister für die Allgemeinheit ein. Müssen Bäume in Hausnähe oder an heiklen Stellen gefällt werden, reicht ein Anruf und die Fachleute von Forst Aletsch fällen jeden Baum. Und zwar so, dass während das eigene Hausdach noch der Mercedes des Nachbarn zu Schaden kommt.

 

Anruf genügt

Für weitere Infos reicht ein Anruf unter 027 971 30 07 oder schreiben Sie uns eine E-Mail info@forstaletsch.ch.

Möchten Sie über neue Produkte, unsere Tätigkeiten oder was grad so aktuell bei uns läuft informiert werden? Auch über Facebook (forstaletsch.ch) sind sie immer auf dem aktuellsten Stand.

 

Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018

Betriebsferien

 

Forst Aletsch bleibt vom 25.12.2017 – 14.01.2018 geschlossen.

 

Wir danken für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

 

Frisch erholt und voller Tatendrang sind wir ab dem 15.01.2018 wieder zurück.

 

Mondholz schickt Bibliotheken auf Reisen

18. Dez. 2017 / Was verbindet einen Professor, Holzkisten, Mondholz und Forst Aletsch? Die Antwort heisst Karybook. Jetzt ist aber alles klar!

 

Förster Peter Aschilier lacht. «Klar ist damit noch gar nichts! Denn die Geschichte muss etwas weiter gefasst werden.» Was heisst? «Der Forst und das Mondholz sind quasi die letzten Puzzleteile in einer langen Entwicklung einer einfachen aber genialen Idee.» Eine Idee, die vom ehemaligen Professor der ETH Lausanne, dem Kunsthistoriker Pierre Frey, stammt.

 

Einkaufstüte mit Weinkiste kreuzen

Am Anfang der Idee stand der Zügelstresse, den insbesondere der Transport von Büchern verursacht. Pierre Frey: «Der Umzug einer Bibliothek ist ein Albtraum. Was vorher genau sortiert und schnell auffindbar war, muss auseinandergezerrt, gestapelt, verpackt, transportiert und neu einsortiert werden.» Das musste in seinen Augen auch einfacher gehen! «Einfacher heisst in diesem Fall, dass das Bücherregal nicht nur Aufbewahrungsort sondern gleichzeitig auch Transportgefäss ist. Aus diesem Gedanken entstand KARYBOOK», so Frey.

Der Begriff setzt sich aus dem Englischen «carry a book», also «ein Buch transportieren» zusammen und bedeutet, so Pierre Frey: «Die Idee besteht darin, eine Einkaufstüte und eine Weinkiste zu kreuzen. Das Buchregal muss so konzipiert sein, dass es zerlegt werden kann, ohne dass die Bücher rausgenommen werden müssen. Die Einzelteile des Regals dienen einfach als Transportkisten. Deckel mit Tragegriff drauf und die Bibliothek ist verpackt!»

 

Mondholz macht’s möglich

Mit anderen Worten: KARYBOOK ist ein modulares Bücherregal, das aus verschiedenen Kisten besteht, die frei miteinander kombiniert und aufeinandergestapelt werden können. Zieht man um, befestigt man einen Deckel mit Lederband als Griff auf jeder Kiste und schon ist gepackt. Praktisch ist die Idee übrigens auch, wenn man seine Bibliothek neu sortieren und einordnen will. Man stellt die Kisten einfach um.

Jetzt kommt der Forst Aletsch ins Spiel. Denn das «Kisten-Bücherregal» CARYBOOK besteht aus nur gerade zehn Millimeter dicken, massiven Holzplanken, die leicht sind aber trotzdem ewig halten sollen. Die Frage war also, wie und wo man leichtes Holz mit hoher Stabilität und langer Haltbarkeit herbekommt? Die Antwort darauf weiss Förster Peter Aschilier: «Mondholz aus dem Gebirgswald?»

 

Was lange währt, wird besser

Holz aus Gebirgswäldern wächst langsam, ist sogenannt feinjährig, also mit kleinen Wachstumsringen versehen. Das macht das Holz besonders stabil und strapazierfähig. «Um diesen Effekt noch zu verstärken, wurden die Bäume im Gebirgswald im Lengtal am 4. und 5. Dezember direkt nach dem Vollmond gefällt und bleiben den ganzen Winter über mitsamt den Ästen im Wald liegen», erklärt Peter Aschilier. «Das entzieht dem Holz sehr viel Wasser. Dieses dadurch noch widerstandsfähigere Holz wird als Mondholz bezeichnet.»

Im Frühjahr werden die Bäume im Lengtal bei Grengiols aus dem Wald geholt und dann zu den Brettern verarbeitet, aus denen die CARYBOOK-Kisten entstehen werden. Das verbindet einen Professor, Holzkisten, Mondholz und Forst Aletsch miteinander. Ab März 2018 werden die «Bücherkisten» in verschiedenen Buchhandlungen zum Verkauf angeboten.

Verkauf von Schweizer Weihnachtsbäumen

Wir verkaufen erstklassige Weihnachtsbäume

Schweizer Nordmannstannen (1. Qualität) beim Werkhof Forst Aletsch, im Fieschertal

 

15. Dezember 2017

18. / 19. und 21. / 22. Dezember 2017

 

jeweils von 7.30 – 16.00 Uhr

 

150 – 200 cm  (Fr. 70.–)

200 – 250 cm  (Fr. 90.–)

 

Heimlieferung Fr. 15.–

 

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail und reservieren Ihren Baum schon heute.

027 971 30 07 oder info@forstaletsch.ch

 

 

 

Fotowettbewerb: Kleine Arve ist die Grösste

Eine kleine Arve vor dem Aletschgletscher: Dieses Sujet holt den ersten Preis beim Fotowettbewerb von Forst Aletsch.

 

Das Siegerbild: Arve vor Aletschgletscher von Chantal Stucky.

 

Seit Spätsommer hatten Interessierte Gelegenheit, Fotos über Facebook oder die Webseite von Forst Aletsch für einen Wettbewerb einzureichen. Die Aufgabe für die Fotografen war klar: Einen Baum oder Wald möglichst perfekt in einem Foto zu verewigen. Rund zwei Dutzend Bilder zum Thema «Bäume» kamen in die engere Auswahl beim Fotowettbewerb von Forst Aletsch.

 

Junge Fotografin setzt sich durch

Die Jury war sich einig: Das Bild von Chantal Stucky von der Bettmeralp schaffte es auf beeindruckende Art und Weise, die Schönheit eines Baumes und seinen unbändigen Lebenswillen ins richtige Licht zu rücken. Hauptdarstellerin für die junge Fotografin war eine kleine aber trotzdem alte Arve auf rund 2200 Metern über Meer. Nebendarsteller war der Aletschgletscher. Dass das Foto nicht nur mit seiner Bildkomposition überzeugt, sondern auch technisch auf höchstem Niveau angesiedelt ist, kommt nicht von ungefähr. «Ich bin seit 2015 im Oberwallis als freischaffende Fotografin tätig. Dabei spielt neben der Portraitfotografie die Natur rund um mich herum eine wichtige Rolle», erklärt die aufstrebende Fotografin. Als ersten Preis konnte sie ein IPhone der neusten Generation in Empfang nehmen. Auf den weiteren Rängen liegen Vreni Imhof und Philipp Bortis.

 

Mit offenen Augen durch den Wald gehen

«Selbst kleinste Arven können in dieser Höhe Jahrzehnte auf dem Buckel haben und wüssten schon sehr viel zu erzählen» erklärt Förster Peter Aschilier. Womit auch gleich das Hauptziel des Wettbewerbs erklärt ist: die Leute für den Wald, die Bäume und deren Anliegen zu sensibilisieren. «Denn der Wald ist nicht nur Erholungs- und Freizeitraum. Er ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und er ist der beste Schutz für den Menschen vor vielerlei Naturgefahren», so Peter Aschilier. «Es lohnt sich, mit offenen Augen und mit viel Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge durch den Wald zu gehen.»

 

Baumpatenschaft in der Aletsch Arena

Der Wettbewerb entstand in Zusammenarbeit mit der Aletscharena, auf deren Einzugsgebiet grosse Teile der Wälder liegen, die Forst Aletsch bewirtschaftet. Auch für die Aletsch Arena ist klar, welche Bedeutung die Naturwerte der Wälder für den Tourismus und die Sicherheit in der Region haben. Deshalb arbeitet man auch in einem zweiten Projekt enge mit dem Forst zusammen: der Baumpatenschaft. Peter Aschilier: «Wer Lust hat, kann für einen Baum rund um das Riederhorn oder auf der Bettmeralp eine solche Patenschaft erstehen. Mit dem Geld fördern wir die Artenvielfalt in der Region.»

 

Die weiteren Bilder:

 

2.RANG: Vreni Imhof mit „Alter Kirschbaum“.

 

3.RANG: Philipp Bortis mit „Herbstlicher Binnwald im Abendlicht“.

 

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Brennholz aus dem Wallis: Die richtige Wahl!

11.11.2017 / Mit Brennholz aus dem Wallis, insbesondere aus den Schutzwäldern des Forst Aletsch, schlagen Sie drei Fliegen auf einen Schlag: Sie unterstützen die lebenswichtige Pflege der Schutzwälder, heizen CO2-neutral und sichern Arbeits- und Ausildungsplätze in der Region.

 

Wer’s im Winter warm haben will, sollte früh vorsorgen und sich Brennholz nach Hause liefern lassen. Dabei erfüllt Brennholz aus dem Wallis höchste Ansprüche an Qualität und Umweltstandards.

 

Sicherheit und Arbeitsplätze fördern!

Pro Hektare und Jahr wachsen in den Wäldern des Forsts Aletsch rund vier Kubikmeter Holz nach. Diese Energie würde reichen, um rund 1’500 Einfamilienhäuser mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen. Wer Brennholz beim Forst Aletsch bezieht, unterstützt die Pflege der Schutzwälder und damit die Sicherheit von Verkehrswegen und Siedlungen. Die gesamte Verarbeitung des Brennholzes geschieht in der Region. Das heisst, dass jeder Kubikmeter Brennholz dabei hilft, wertvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort zu sichern.

 

Brennholz aus dem Wallis: Gut für die Umwelt!

Diese Form der Energiegewinnung ist zudem sehr umweltfreundlich. Denn neben den kurzen Transportwegen bringt Holz einen zusätzlichen, gewaltigen Vorteil mit: Holz setzt bei der Verbrennung nur soviel CO2 frei, wie es beim Wachstum gebunden hat. Moderne Heizanlagen und das richtige Vorgehen beim Verbrennen sorgen dafür, dass Rauch- und Russentwicklung minim bleiben.

 

Brennholz aus dem Wallis: Sauber und günstig!

Modernste Verarbeitungs- und Lagermethoden sorgen dafür, dass das Brennholz des Forsts Aletsch nur wenig Schmutz verursacht und optimal getrocknet ist. Das ofenfertige Brennholz wird vor dem Verpacken automatisch von losen Holzresten und Schmutz befreit. Kurze Transportwege und automatisierte Verarbeitung sorgen zudem für günstige Brennholzpreis. Wer selber Hand anlegen will, kann sich das Brennholz auch als ganze Stämme oder als Meter-Spälte vor die Haustüre liefern lassen.

 

Mehr Infos zu dem Thema gibt es hier: https://www.forstaletsch.ch/holz-kaufen-oberwallis/brennholz-kaufen/

WETTBEWERB

03.11.2017 / Senden sie uns das für Sie schönste Baumfoto ein und Sie nehmen an der Verlosung teil. Forst Aletsch belohnt den Fotografen des schönsten Bildes mit einem Iphone 8.

 

Einsendeschluss ist der 10. November 2017 / info@forstaletsch.ch. Alle eingesendeten Bilder werden auf unserer Website demnächst veröffentlicht.

 

Pro Teilnehmer kann nur ein Bild eingesandt werden. Eine fachkundige Jury wird das beste Foto auswählen. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird am 24. November 2017 informiert.

 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz geführt.

Wir stellen vor: Forstwart Maik Huber

Der Wechsel von der Autowerkstätte in den Wald überrascht. Doch Maik Huber bereut seinen Schritt zur Zweitausbildung als Forstwart keine Sekunde.

 

«Der Wechsel vom Automechaniker zum Forstwart mag auf den ersten Blick überraschen. Als Automechaniker bist du immer drinnen in der Wärme und im Trockenen. Aber durch meine Hobbies, die Jagd und das Fischen, kenne ich das Gefühl bestens, Wind und Wetter ausgesetzt zu sein. Ich bin gerne in der Natur und im Wald. Was liegt da näher, als dort auch zu arbeiten?»

 

Zurück zur Natur?

Erfüllt er sich damit einen Männertraum mit Namen «zurück zu Natur»? Maik Huber lacht. «Schon möglich, dass dies ein innerer Drang ist. Ich bin aber fasziniert davon, wie ein Wald funktioniert und welche unterschiedlichsten Aufgaben er zu erfüllen hat. Wir könnten ohne den Wald hier in den Bergen kaum leben. Er käme ohne uns Menschen aber wohl problemlos über die Runden.»

 

Platz gefunden?

So weit sei aber der Beruf von seiner ehemaligen Tätigkeit auch nicht entfernt. «Forstwart hat sehr viel mit Technik zu tun. Meine Kenntnisse kommen mir beim Umgang mit den Maschinen sehr gelegen, vor allem wenn etwas repariert werden muss. Auf jeden Fall habe ich mit diesem Beruf meinen Platz gefunden.»

 

Wir stellen vor: Seilkran-Einsatzleiter Alain Diezig

Die Aufgaben in einem Forstrevier sind äusserst vielfältig. Die Folge: Aus- und Weiterbildung nehmen einen immer wichtigeren Platz ein. Alain Diezig hat sich der Herausforderung gestellt und bildete sich berufsbegleitend zum Seilkran-Einsatzleiter weiter.

 

«Es ist undenkbar, die Gebirgswälder ohne Seilkräne bewirtschaften zu können. Mit diesen wird das geschlagene Holz aus dem Wald geschafft. Helikopter kommen nur zum Einsatz, wenn es nicht anders geht», erklärt Alain Diezig.

 

Dabei fordert die Planung des Einsatzes von Seilkränen viel Fachwissen: «Planung und Organisation des Seilkran-Einsatzes, Personaleinsatz, nötige Bewilligungen einholen, das Abstecken der idealen Seillinie im Wald oder auch die Art und Weise der Flächenbewirtschaftung sind Teil der Aufgabe.» Im Zentrum steht dabei immer die Sicherheit: «Dieser Gedanke steht an erster Stelle. «Denn der Holztransport im Wald ist ein Risikofaktor.»

 

Zwei Jahre dauerte die berufsbegleitende Ausbildung, deren schulischer Teil in der Försterschule in Maienfeld zu absolvieren ist. Drei Monate Praktikum in einem Forstbetrieb, die Verfassung schriftlicher Arbeiten zu verschiedenen Themen und eine praktische Prüfung bilden den Inhalt den Rahmen der Ausbildung.

 

«Manchmal musste ich in dieser Zeit schon auf die Zähne beissen. Aber wenn man ein Ziel verfolgen will, darf man auch den damit verbundenen Aufwand nicht scheuen. Das Resultat ist, dass meine Arbeit jetzt noch abwechslungsreicher und verantwortungsvoller ist als zuvor. Damit steigt auch meine Motivation.»

 

Der Forst Aletsch sei dabei immer voll hinter ihm gestanden und habe seinen Entscheid zur Weiterbildung nicht nur unterstützt, sondern stehe auch seinem nächsten Ausbildungsziel sehr positiv gegenüber: «Ich will 2020 die Försterschule besuchen. Das Forstrevier bietet mir diese Chance und diese will ich nutzen, um mein Wissen später an andere Mitarbeiter im Forst Aletsch weitergeben zu können.»

Wald spüren – ein Blick hinter die Kulissen

7. Okt. 2017/Einblicke in die Tätigkeiten des Forst Aletsch, eine Ausstellung zur Biodiversität, Bewirtschaftung und Schutz des Waldes, Einblick in die Faszination Yamadori und die Möglichkeit Baumpate/In zu werden: Der Forst Aletsch lud am Samstag, 7. Oktober 2017 zum Blick hinter die Kulissen ein. Im Einsatz für den Wald und die Sicherheit der Menschen!

 

Forst Aletsch: ein Blick hinter die Kulissen

Ein Naturparadies wie die Aletsch Arena muss gehegt und gepflegt werden. Für die Wälder im Aletschgebiet ist das Forst Aletsch zuständig. Die Förster, Forstwarte und Waldarbeiter des Unternehmens kümmern sich engagiert um die Pflege und den Erhalt der Wälder im UNESCO Welterbe. Damit diese langfristig ihre Schutzfunktion im Fall von Lawinen oder Muren erfüllen können. Aber auch, damit ein Juwel wie der Aletschwald erhalten bleibt. Seine mehr als 900 Jahre alten Arven gelten als die ältesten Bäume der Schweiz.

 

Natur bewahren dank Baumpatenschaft

Das Forst schützt nicht nur vor Naturgefahren, sondern hilft auch Natur bewahren! Zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Wald, lancierte das Forst Aletsch diesen Sommer die Baumpatenschaft. Naturliebhaber können in der Aletsch Arena Pate eines Baumes werden. Es kann zwischen zwei Baumpatenschaftsmodellen gewählt werden: für 10 Jahre (CHF 100/Jahr) oder eine Premium-Baumpatenschaft für 25 Jahre (CHF 2500).

 

Faszination Yamadori

Der einheimische passionierte Hobby-Yamadori Freund Reinhard Zumkehr und der Bonsai-Spezialist Jürg Rufer gaben einen Einblick in die faszinierende Welt der Yamadori.  Ein Yamadori ist ein Findling, ein von der Natur geformter älterer Baum der meist eine interessante bzw. bizarre Form aufweist. Der Yamadori kann zu einem Bonsai gepflegt werden. «Die Faszination Yamadori ist der Respekt und Ehrfurcht vor so einem Baum, der jahrhundertelang den Wetterbedingungen trotzte.» So die Aussage von Jürg Rufer.

Holzschlag im Bergwald: Stundenlange Fussmärsche

4. Okt. 2017 / Wie holt man mehr als 1000 Kubikmeter Holz ohne Helikopter aus steilstem Schutzwald? Mit viel Muskelkraft, sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern und der richtigen Technik.

 

17 Hektaren Waldfläche, 1400 Meter Bahnlänge, drei bis zu 36 Meter hohe Stützmasten, maximal 96 Meter Seilhöhe, ein mit 17 Tonnen gespanntes Tragseil und ein modernster Seilkran: Fertig ist die Seilbahn zum Abtransport der Baumstämme. Ort des Geschehens war ein sehr steiles und unerschlossenes Waldstück (Oberi Flüö) bei Grengiols. Bis zu 1,5 Stunden Fussmarsch steil bergauf mussten die Forstarbeiter jeden Tag bis zum Arbeitsplatz bewältigen. Ziel: Den Schutzwald pflegen durch fällen, rüsten und Abtransport von mehr als 1000 Kubikmetern Holz.

 

Voraussetzung für den Betrieb sind bestens ausgebildete Seilkranführer, ausgiebige Begehung und detaillierte Planung und eine Bewilligung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt, das die Pläne spätestens vier Wochen vor Baubeginn in Augenschein nehmen will.

 

Sehr viel Aufwand, dem länger wie weniger Ertrag aus dem Holzverkauf und Beiträgen zur Schutzwaldpflege des Kantons gegenüber stehen, weil gespart wird. Die Schutzfunktion des Waldes durch Pflege halten wenn nicht sogar erhöhen und das mit immer weniger Mitteln: Dies ist die tägliche, grosse Herausforderung, der sich der Forst zu Ihrem Schutz stellt.