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Sturmschäden: Wenn Winterstürme Bäume fällen

13.07.2018 / Nach der Schneeschmelze wird auch in den Gebirgswäldern deutlich, welche Schäden der Winter 2018 in den Schutzwäldern angerichtet hat. Vor allem der Sturm Burglind aber auch die grossen Schneemengen und Lawinen waren in den Wäldern des Forst Aletsch sehr aktiv beim Bäume fällen. Die Kosten für die Aufräumarbeiten sind besonders hoch, weil sich die Sturmschäden über grosse Flächen verteilen.

 

Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Sturmholz hat der Winter 2018 in den Schweizer Wäldern gefordert. Das entspricht einem Viertel der jährlichen Holzmenge, die in den Schweizer Wäldern wirtschaftlich genutzt wird. Der Sturm Burglind hat im Januar vor allem die Wälder der Voralpen in Mitleidenschaft gezogen. Doch auch in den Schutzwäldern des Forst Aletsch sind durch den Winter grosse Schäden entstanden.

 

Sturmschäden: Bäume fielen mitsamt Wurzeln

Zwar berichten die Forstarbeiter davon, dass viel von dem Sturmholz nicht nur als Brennholz genutzt werden könne. Grund: Viele der Bäume brachen nicht, wodurch der Stamm splittert und nur noch als Brennholz nutzbar ist. Vielmehr wurden sie oft mitsamt den Wurzeln gefällt. Das sorgte dafür, dass die Stämme ganz blieben und damit auch hochwertiges Holz liefern können.

Trotzdem ist der Schaden hoch. Denn Sturm und Winter sorgten nicht für flächige Schäden sondern für sogenannte Streuschäden. Die entwurzelten und umgeknickten Bäume verteilen sich nicht auf einen kleinen Raum, sondern über grosse Flächen. Das erschwert das Rüsten und den Abtransport der Stämme enorm und verursacht durch den Einsatz des Helikopters enorm hohe Kosten.

 

Grosser Einsatz der Forstbetriebe für die Schutzwälder

Zusätzliche Kosten, auf denen die Forstbetriebe sitzen bleiben, drohen. Denn zusätzliche Gelder für das Aufräumen der Sturmschäden wurden bis anhin vom Kanton nur zögerlich gesprochen. Beim Forst Aletsch decken diese zugesagten Kantonsgelder zurzeit nur gerade einen Viertel der geschätzten Zusatzkosten.

Nichts desto trotz kann man das Sturmholz nicht einfach als Totholz in den Wäldern liegen lassen. Denn die Gefahr, dass sich der Borkenkäfer durch die gefällten Stämme explosionsartig vermehrt und dadurch in den nächsten Jahren zusätzliche Schäden an gesunden Bäumen verursacht, ist zu gross.

Auch wenn es nicht möglich ist, alle Streuschaäden in den Wäldern rasch zu beheben: Wieder einmal stellen die Forstreviere unter Beweis, welchen Einsatz sie für die Schutzwälder der Region und damit für die Sicherheit der Verkehrswege und Siedlungen zu leisten bereit sind.